(openPR) Zwei Tage vor dem internationalen Tag für die Abschaffung aller Tierversuche soll am 22. April das Bremer Verwaltungsgericht entscheiden, ob Hirnforscher Andreas Kreiter seine Hirnexperimente an Makaken-Affen fortführen darf. animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V. appelliert an das Gericht, die Ethik im Umgang mit Tieren höher zu bewerten als die wissenschaftliche Neugier.
Ähnliche Versuche, bei denen Äffchen stundenlang gefesselt und durch Flüssigkeitsentzug zum "Kooperieren" gebracht werden, sind vor nicht allzu langer Zeit bereits in Berlin, München und in der ganzen Schweiz nicht weiter genehmigt worden und ausgelaufen.
"Wir lehnen alle Tierversuchen ab“, so Dr. Pedro de la Fuente, 1. Vorsitzender des Verbands, "aber diese ganz besonders." Es gehe dabei um sog. Grundlagenforschung, also um die Befriedigung wissenschaftlicher Neugier und um die Verbesserung des eigenen Ruhmes und Einkommens. Die Ergebnisse der Forschung an Affenhirnen seien entgegen der landläufigen Meinung nicht automatisch auf Menschenhirne übertragbar. "Ein Affenhirn ist eben keineswegs ein kleines Menschenhirn", fasst de la Fuente zusammen. "Wer dennoch auf die Freiheit der Wissenschaft pocht, muss sich den Vorwurf des Fundamentalismus gefallen lassen", meint de la Fuente. Als Alternativen in der Hirnforschung nennt er verschiedene tomographische Verfahren an freiwilligen menschlichen Probanden.
Der Bayerische Landesverband informiert ferner über eine zentrale Demonstration zum internationalen Tag zur Abschaffung aller Tierversuche, die am 24. April ab 10 Uhr in Frankfurt/M., Hauptwache stattfinden wird und an der er aktiv dabei ist. Näheres ist auf http://tierversuche.tirm.de/ zu erfahren.
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Weitere Infos:
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/infos/tierversuche-an-affen/11-hirnforschung-an-affen-grausam-und-sinnlos
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/infos/tierversuche-an-affen/225-der-fall-bremen









