(openPR) Ein Doppelgänger seiner selbst
Über Werk und Leben des vergessenen Kultautors Albert Vigoleis Thelen.
Mit Cornelia Staudacher und Clemens Füsers
„Dichter sind die Büchsenöffner ihrer Innenwelt.
Manchem schwinden schon die Sinne, wenn der Deckel fällt“.
„Der Stand des Schriftstellers ist überhaupt keiner, er ist ein Zustand“. Mit solchen Statements machte der Schriftsteller Vigoleis Thelen sich und anderen das Leben schwer, verdarb es sich mit langjährigen Freunden und ihm wohl gesonnenen Verlegern und wurde doch zum Kultautor.
Er hat den schillerndsten und amüsantesten Schelmenroman des 20. Jahrhunderts geschrieben. „Die Insel des zweiten Gesichts“, 1957 erschienen, wurde in den Kanon der Weltliteratur eingereiht, gleich neben Cervantes „Don Quichote“. Der Roman spielt auf Mallorca und erzählt mit Witz, Humor und überbordender Phantasie von den Begegnungen und Abenteuern, die Thelen und seine Frau Beatrice während ihres fünfjährigen Aufenthaltes von 1931 bis 1936 auf der Insel erlebten.
1903 im niederrheinischen Süchteln geboren, verließ Thelen Deutschland schon 1931 in kluger Voraussicht und lebte mit seiner Frau Beatrice in Holland, Spanien, Portugal und der Schweiz, bis sie beide im hohen Alter ins niederrheinische Dülken zurückkehren mussten, um in den Genuss einer kleinen deutschen Rente zu kommen. Albert Vigoleis und seine Beatrice, die ein Leben lang zu ihm gehalten hat – das bizarrste Paar unter dem vigolotrischen Himmel.
Cornelia Staudacher ist Journalistin, Literaturkritikerin und Autorin, u.a. „Spaziergänge durch das literarische Mallorca“ und „Albert Vigoleis Thelen. Wanderer ohne Ziel“.
Clemens Füsers, bekennender Thelenfan, ist Journalist, Drehbuchschreiber Autor verschiedener Bücher, zuletzt des Boxerromans „Punchline“ und „Letzte Runde?“













