(openPR) (Freiburg) Martin. S.* 29, Innenverteidiger bei einem badischen Landesligaverein, ist nach schwerer Knorpelverletzung einer frühen Sportinvalidität entkommen.
Im Herbst 2008 erlitt der Verteidiger bei einem Zweikampf auf schwierigem Untergrund eine Sprunggelenksverletzung. In der Unfallambulanz wurde eine Bänderdehnung diagnostiziert - reine Routine. Wie heutzutage üblich, wurde diese Dehnung nur konservativ - mit Ruhigstellung - behandelt.
Mitten in der Saison drängte der Trainer auf schnellen Einsatz des Stammspielers. Zur Rückrunde war Martin S. wieder im Kader und bekam seine ersten Einsätze. Doch die alte Form wollte sich nicht einstellen. Obwohl im besten Fußballeralter, verlor sein Antritt an Kraft und Schnelligkeit. Nach dem Training hatte Martin S. oft diffuse Schmerzen und Schwellungen im Knöchel. Er verlor das Selbstvertrauen in Zweikämpfen.
Ein Termin bei dem Orthopäden und Sportmediziner Dr.Thomas Schneider in Freiburg brachte mehr Klarheit.
Bei der konservativen Ausheilung wurde der Spieler zu früh belastet, die Bänder konnten nicht ausheilen. Zudem wurde eine Verletzung des oberen Sprunggelenks übersehen. Bei detaillierten Untersuchungen fand Dr. Schneider eine Abscherfraktur des Knorpels im Sprunggelenk. Fast 2 cm groß war das angerissene Knorpelstück. Diese chronische Instabilität des Sprunggelenks war verantwortlich für den Kraftverlust.
Diese schwere Knorpelverletzung im Sprunggelenk wurde in der Erstbehandlung übersehen. Es schien auf einen Fall von Sportinvalidität mit verfrühter Arthroseentwicklung hinauszulaufen
Doch Martin S. hatte Glück: Dr. Schneider führt seit Jahren erfolgreich Knorpeltransplantationen durch. Seit 6 Jahren hat er in der Gelenk-Klinik Gundelfingen zahlreiche Patienten mit Knorpeltransplantationen helfen können.
In einem ersten Termin wurden dem Fußballer eine geringe Menge von Knorpelzellen aus dem unbelasteten Bereich des Knorpels entnommen. Ein biotechnologisches Speziallabor vermehrte das Knorpelgewebe nun außerhalb des Körpers um das Millionenfache.
Dr Schneider erklärt: "So eine Regenerationsleistung des Knorpels ist im Körper selbst nicht möglich. Die Knorpelzellen des Körpers werden nicht direkt über den Blustrom ernährt. Nur außerhalb des Körpers in konzentrierten Nährlösungen ist so ein Knorpelwachstum möglich."
Aus dem Speziallabor kommen nach wenigen Wochen die Knorpelzellen von Martin S. zurück. In der Zellkultur ballen sich Knorpelzellen zu kleinen Kügelchen zusammen.
In einem weiteren nur 30 minütigen minimalinvasiven Eingriff, werden die neuen Knorpelzellen gezielt auf die defekte Stelle aufgebracht, wo sie sofort festwachsen. Nach kurzer Zeit sind Sie so fest und zäh wie der natürlich gewachsene Knorpel. Die Verletzung ist nicht mehr zu erkennen. Die Oberfläche des Knorpels ist wieder intakt und belastbar.
Nach dreitägiger Ruhigstellung im Krankenhaus konnte wieder vorsichtig eine Teilbelastung vorgenommen werden. Nach 6 Wochen haben die Knorpelzellen die gewünschte Festigkeit erreicht.
Dr Schneider berichtet von seinen Erfahrungen mit der biologischen Knorpelregeneration: "Vor der biologischen Knorpelregeneration war es unmöglich, Knorpel zu regenerieren. Jetzt haben wir als Orthopäden vor allem auch bei körperlich aktiven Patienten die Möglichkeit, Arthrose zu verhindern. Statt nur Arthrose zu verzögern können jetzt viele Knorpeldefekte direkt ausgeheilt werden."
Ein Jahr nach dem Eingriff ist Martin S. wieder Stammspieler und hat auf seiner Position noch einige gute Fußballerjahre vor sich.
Weitere Informationen zu Knorpeltransplantation und weiteren modernen Verfahren aus Sportmedizin und Orthopädie finden Sie im Internet auf www.gelenk-doktor.de
* Name geändert











