(openPR) Laut Savills, einem der führenden, weltweit tätigen Immobiliendienstleistungs-Unternehmen, schauen Investoren, die an Fachmarktzentren interessiert sind, vermehrt nach Spanien. Das Transaktionsvolumen könnte in diesem Jahr auf zwischen € 70 Millionen und € 100 Millionen steigen, nachdem im letzten Jahr Objekte für lediglich € 19 Millionen gehandelt wurden.
Dem aktuellen Marktbericht des Unternehmens zufolge sind die derzeitigen Renditen von 7,00 % bis 7,25 % ausschlaggebend für die Nachfrage. Zum Vergleich: In Großbritannien liegen sie aktuell bei 6,00 %. Die Knappheit an verfügbaren Objekten sowie der erwartete Nachfragezuwachs werden Savills zufolge allerdings zu einem Rückgang der Renditen führen. Pro 1.000 Einwohner stehen in Spanien derzeit 73 m² Fachmarktzentrenfläche zur Verfügung, in Großbritannien sind es 257 m².
Luis Espadas, Director Retail Investment von Savills Madrid, sagt: „Fachmarktzentren rufen bei internationalen Investoren starkes Interesse hervor. Sie suchen nach etablierten Zentren in den spanischen Großstädten, die langfristig zu Marktkonditionen vermietet sind und nur minimalen Leerstand aufweisen. Vielen Investoren ist jedoch nicht bewusst, wie knapp dieses Produkt tatsächlich ist und dass es kaum Neubauprojekte gibt.“
Savills berichtet, dass in den Jahren 2010 und 2011 mit einem Flächenzuwachs von 355.000 m² gerechnet wird. Aktuell liegt der Fachmarktzentrenbestand in Spanien bei 1,29 Millionen m². Die Spitzenmiete lag zum Jahresende 2009 bei € 16/m²/Monat und damit 27 % unter dem im Jahr 2007 erreichten Höchstwert von € 22/m²/Monat. Dieses Mietniveau entspricht dem Mietzins in Deutschland und Frankreich, liegt aber unter den in Italien und Großbritannien erzielten Werten. Der Anstieg der Mieten wird Savills zufolge von mehreren Faktoren abhängen. Dazu zählen die Entwicklung neuer hochwertiger Zentren, die Expansion eines breiten Spektrums von Betreibern sowie insbesondere die Präsenz von Unternehmen aus der Modebranche, die derzeit neben Optikern, Computerfachgeschäften, Gastronomiebetrieben und Sportausstattern die höchsten Mieten zahlen.



