(openPR) Mehr als 140.000 Jugendliche haben 2009 die österreichischen Jugendinfos aufgesucht, um Rat für ihre Anliegen zu finden. Die meisten der rund 400 Anfragen pro Tag kreisen um das Thema Arbeit. Gefragt sind Tipps zur Bewerbung um freie Stellen oder Auskünfte zu Ferien- und Auslandsjobs. Anlässlich des Europäischen Jugendinformationstags, am Samstag, 17. April 2010, geben Österreichs Jugendinfos Einblick in ihr Leistungsportfolio und präsentieren sich als Kompetenzzentren für Jugendliche und Jugendthemen.
Was interessiert und bewegt die Jugendlichen in Österreich? Laut Statistiken der Österreichischen Jugendinfos ist es vor allem das Thema Arbeit. Von den mehr als 140.000 Anfragen, die Jugendliche 2009 an die Jugendinfostellen in den Bundesländern richteten, zielten 32.000 auf Auskünfte zu Jobs im In- und Ausland, zu Bewerbungs- und Weiterbildungstipps ab. Weiteres Top-Thema: Jugendschutz. Was darf man mit 14, 16 oder 18 Jahren, was nicht?
Jugendinfo.cc, der Dachverband der Österreichischen Jugendinfos, nimmt den Europäischen Tag der Jugendinformation am 17. April zum Anlass, die aktuelle Interessenlage der jungen Menschen in Österreich aufzuzeigen. „Rund 400 Anfragen pro Tag belegen: der Informationsbedarf der Jugendlichen in Österreich ist hoch. In den Jugendinfos mit ihrem Österreich-weiten Netz an Erstinformationsstellen und professionell geschulten MitarbeiterInnen finden sie kompetente Ansprechpartner – egal, ob es um die Schule, Freizeitpläne oder Arbeitssuche geht“, erklärt Alexandra Cangelosi, Geschäftsführerin von jugendinfo.cc.
Das Thema Nummer eins: Arbeit
Die Welt der Arbeit brennt Jugendlichen besonders unter den Nägeln. 32.000 Anfragen zu einschlägigen Themen beantworteten die Jugendinfos im Jahr 2009: Wie bewerbe ich mich richtig? Welche Ausbildungsstellen gibt es? Wo und wie finde ich das passende Praktikum? Der Großteil der Fragen (42 Prozent) drehte sich um Ferien- oder Nebenjobs, rund 9.000 Anfragen kamen zum Thema Lehre.
Auch im Bereich Internationales dominiert das Thema Jobs. Mehr als 11.000 Jugendliche erkundigten sich zu Au-pair-Tätigkeiten oder anderen Jobs im Ausland. Auch das Interesse für Freiwilligendienste sowie am EU-Programm Jugend in Aktion ist groß, 8.000 Jugendliche holten dazu Informationen bei den Jugendinfos ein.
Im Bereich Leben gibt es mit mehr als 5.600 Anfragen den größten Informationsbedarf in Sachen Jugendschutz: Wo darf ich wann wie lange fortgehen? Wie schauen die rechtlichen Rahmenbedingungen aus, wenn’s um Alkohol, Rauchen, Drogen geht?
Wert auf persönliche Beratung
Auch in Zeiten von Internet, Emails und Facebook ist Jugendlichen der persönliche Kontakt wichtig. 74 Prozent der Jugendlichen kommen mit ihrer Frage direkt in eine der Erstinformationsstellen und lassen sich dort beraten. Via Email bzw. schriftlich erfolgen 14 Prozent der Anfragen, zwölf Prozent der Anfragen kommen telefonisch. Die Beratungen der Jugendinfos sind anonym, kostenlos und ohne Terminvereinbarung möglich.
Informationslücken füllen
„Wir beschäftigen uns mit dem, was Jugendliche heute interessiert. Die Jugendinfos füllen die Informationslücken, die in Schulen, im Elternhaus und anderswo offen bleiben. Wir geben den Jugendlichen das nötige Wissen in die Hand, um selbst bestimmt Entscheidungen treffen zu können“, so Stefan Kühne, Leiter der wienXtra-jugendinfo und Obmann der Österreichischen Jugendinfos.
17. April – Europäischer Tag der Jugendinformation
Am 17. April, dem Gründungstag der European Youth Information and Counselling Agency (ERYICA), wird der Europäische Tag der Jugendinformation (European Youth Information Day – EYID) gefeiert. Auch die österreichischen Jugendinfos sind in das ERYICA-Netz eingebunden. Rund 13.000 MitarbeiterInnen in mehr als 8.000 Jugendinformationszentren in 27 europäischen Ländern engagieren sich in ihrer täglichen Arbeit dafür, dass allen Jugendlichen in Europa ein breites Informationsangebot zur Verfügung steht. Jedes Jahr werden 23 Millionen Anfragen beantwortet. ERYICA und seine Partnerorganisationen handeln nach den Grundsätzen der Europäischen Charta für Jugendinformation.













