(openPR) Studie der Gabriele Lux-Stiftung ergibt bahnbrechende Ergebnisse
In Deutschland leben etwa 8 Millionen Menschen mit Tinnitus. Für ca. 2 Millionen unter ihnen stellen die Ohrgeräusche eine erhebliche Belastung dar. Bislang konnte nicht erklärt werden, warum diese Patienten unter Schlafstörungen, Depressionen und Konzentrationsmangel leiden, andere dagegen mit dem Tinnitus leben können.
Dank einer von der Gabriele Lux-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie konnte nun erstmals die Region im Gehirn lokalisiert werden, die bei der Entstehung eines Leidens unter einem Tinnitus eine wichtige Rolle spielen. Hierbei handelt es sich um ein Areal im Frontalhirn (mittlerer Frontalgyrus), das in früheren Untersuchungen bereits mit der Verarbeitung von Signalen mit negativer emotionaler Qualität in Zusammenhang gebracht wurde.
Mit der großzügigen Unterstützung der Gabriele Lux-Stiftung wurde eine neue Studie mit bahnbrechenden Ergebnissen durchgeführt. 35 Tinnitus Patienten und 26 Personen ohne Tinnitus als Vergleichspersonen wurden mit ihrem eigenen Tinnitus und mit neutralen Geräuschen konfrontiert. Durch funktionale Kernspintomographie war es möglich, die Gehirnareale zu lokalisieren, die von dem durch Tinnitus hervorgerufenen Problem betroffen waren. Bemerkenswert ist, dass das Ausmaß der Gehirnaktivierung, das durch fMRI gezeigt wird, statistisch signifikant mit der Schwere des Tinnitus übereinstimmt. Dies bestätigt und erhärtet frühere Vermutungen.
Das Forscherteam, unter Beteiligung von Prof. Jastreboff, University of Atlanta, USA, und unter Federführung von Prof. Delb, Universität Heidelberg, analysierte zunächst die Tinnitus Patienten sorgfältig und simulierte ihr Tinnitus Geräusch. Bestimmte Gehirnareale reagierten stärker auf das Geräusch des eigenen Tinnitus als auf andere Geräusche. Die Personen der Vergleichsgruppe zeigten keine spezifischen Gehirnaktivitäten, weder bei Tinnitus noch bei neutralen Geräuschen.
Die Ergebnisse dieser bahnbrechenden Studie können zu neuen therapeutischen Ansätzen führen und neue Dimensionen der Tinnitusforschung erschließen.
Die Gabriele Lux-Stiftung fördert seit 2006 Wissenschaft, Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Wahrnehmungsstörungen mit den Schwerpunkten Tinnitus und Hyperakusis. Stiftungsgründerin Gabriele Lux-Wellenhof: “Wir haben mit der Stiftung einen Stein ins Rollen gebracht und einen Durchbruch auf dem Gebiet der Tinnitusforschung erreicht. Durch unsere Erkenntnisse gibt es neue Ansätze in der Diagnose und Therapie des Tinnitus. Außerdem belegen die Ergebnisse, warum viele bislang verbreitete Therapien bei Tinnitus nicht helfen können.“
Weitere Informationen unter www.gabriele-lux-stiftung.de oder Tel. 069 – 21 97 96 96.
Zur Person:
Gabriele Lux-Wellenhof ist Gründerin der Gabriele-Lux-Stiftung und Inhaberin von Akustika Spezial, Kaiserhofstraße 10, 60313 Frankfurt. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich hauptsächlich mit der Therapie von Tinnitus und Hyperakusis (starke Geräuschempfindlichkeit). Insbesondere Patienten, die stark unter Ohrgeräuschen leiden, profitieren von der Tinnitus Retraining Therapie. Diese wurde in den USA und England entwickelt und basiert darauf, den störenden Tinnitus durch Gewöhnungsprozesse aus der Wahrnehmung verschwinden zu lassen, oder in ein unbedeutendes Hintergrundsignal zu verwandeln.
Über ihre Tätigkeit hat Gabriele Lux-Wellenhof bereits in zahlreichen Vorträgen vor Fachpublikum und Patienten berichtet. Unter www. ohrensausen.de können TV-Beiträge über Symptome und Therapien des Tinnitus angesehen werden.






