(openPR) Fa. Leiber GmbH veredelt Hefeextrakte mittels Druck und Feuchtigkeitsentzug
Bramsche. Testlauf im Industriegebiet Engter: Temperatur der Trocknungsluft? In Ordnung. Druck? Liegt wie gewünscht zwischen 150 und 400 bar. Partikelgröße? Zwischen 20 und 240 µm. In 30 Sekunden sinkt das Luft-Hefegemisch von der Spitze des Sprühtrockenturms in 28 Metern Höhe bis zum Boden. Michael von Laer, Geschäftsführer der Leiber GmbH zufrieden: „Die neue hochmoderne Trocknungsanlage funktioniert einwandfrei.“
Fragt man, was die Firma Leiber herstellt, dann ist die Antwort sowohl einfach als auch kompliziert. Einfach, weil hier das Naturprodukt Hefe, das in Brauereien bei der Bierherstellung anfällt, weiterverarbeitet wird. Ohne Chemie, nur mit hefeeigenen Enzymen wird die Hefe am Hauptsitz der Firma in Bramsche ganz natürlich in Extrakt und Zellwand zerlegt. Beide Komponenten werden dann getrennt voneinander am neuen Standort in Engter mittels Druck und Feuchtigkeitsentzug getrocknet. Kompliziert ist die Antwort, weil gut 250 Messsensoren notwendig sind, um regelmäßig alle wichtigen Daten zu erfassen, die zur Sicherstellung der Qualität notwendig sind.
„Für unsere Kunden ist entscheidend, dass wir Hefeextrakte zuverlässig in Farbe und Konsistenz sowie in gleichbleibender Menge und Qualität liefern“, erklärt von Laer. Schritt 1 der innovativen Technik umfasst das vorgeschaltete Luftentfeuchtungssystem – in Deutschland noch relativ neu und einzigartig. Das System saugt Außenluft an und entzieht ihr die Feuchtigkeit in exakt der gewünschten Menge. „Anders als in anderen Anlagen trocknen wir die Trocknungsluft schon vor, noch bevor sie in den Sprühturm geblasen wird. Dadurch ist die Trocknung unabhängig von den Witterungsbedingungen. Die Luft wird im Sommer wie im Winter immer gleichmäßig vorgetrocknet“, betont Dr. Ulrich Schmitz, Leiter für Technik und Produktion. Zusammen mit den flüssigen Hefeextrakten wird in einem zweiten Schritt dann die getrocknete und erwärmte Luft von oben in den Behälter gesprüht. Die Tröpfchen sinken zu Boden, geben beim Fallen Feuchtigkeit ab und bleiben noch bis zu fünf Minuten im internen Fließbett um schließlich ganz zu trocknen.
Die gestiegene Nachfrage seitens der Suppen- und Soßenhersteller sowie der Biotechnologie, wo die Spezialprodukte als Nährsubstanzen dienen, ließen die Investition von einem einstelligen Millionenbetrag sinnvoll erscheinen. „Wir liefern jetzt alles aus einer Hand, sparen langfristig Transport- und Trocknungskosten und werden vor allem, wie schon in der Vergangenheit, viel eigenes Know How aufbauen“, so von Laer.
Jährlich sollen gut 3.000 Tonnen Hefeextrakt getrocknet und in 120.000 Säcken verpackt werden. Zudem können im angeschlossenen Hochregallager rund 2.000 Paletten lagern. Weiterer Vorteil: Durch das Inscourcing – Leistungen von Fremdfirmen werden in den Firmensitz verlagert – wurden 13 neue Arbeitsplätze geschaffen und der Standort in Bramsche gesichert.













