(openPR) Sommer 2010 in Berlin: Nach der Fußball-WM mit ihren Fanmeilen in der ganzen Stadt folgt vom 19. August bis 4. September TANZ IM AUGUST - INTERNATIONALES TANZFEST BERLIN 2010. Die 22. Ausgabe des größten deutschen Tanzfestivals präsentiert die stilistische und ästhetische Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes und bringt neben Arbeiten international renommierter Choreografen wie z.B. Alain Platel/Les Ballets C. de la B., William Forsythe, Lemi Ponifasio mit seiner Company MAU, Boris Charmatz oder Jérôme Bel auch Werke der jüngeren Generation auf die Bühnen. Zu den Spielstätten zählen neben Hebbel am Ufer (HAU) und Podewil u.a. die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, das RADIALSYSTEM V, HALLE TANZBÜHNE BERLIN und die Akademie der Künste.
Thematisch kreist das Festival in diesem Jahr um eine Ethik der menschlichen Existenz. Antworten auf die Frage „Wie wollen wir heute leben?“ werden aus der Sicht des Tanzes und mit den Mitteln des Körpers formuliert. Im Zentrum stehen das Verhältnis von Mensch, Technologie und Natur, das Umschlagen von Leben in schieres Überleben sowie das Recht auf Freiheit, Sicherheit und Anerkennung der Person unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder politischer Überzeugung.
Welche Bandbreite hier möglich und nötig ist, zeigen u.a. zwei herausragende Produktionen, die im Rahmen des diesjährigen Programms präsentiert werden.
Eröffnet wird das Festival am 19. August mit der Deutschlandpremiere der neuen Produktion „Gardenia“ des Choreografen Alain Platel, des Regisseurs Frank Van Laecke und der transsexuellen Schauspielerin Vanessa Van Durme. Das Stück beruht auf den Biografien der neun außergewöhnlichen Darsteller und zeigt die Hoffnungen und Illusionen von Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ständig auf der Suche nach einem Platz in der Gesellschaft sind.
Lemi Ponifasio erzeugt mit seiner nach der alten samoanischen Unabhängigkeitsbewegung MAU benannten Company ein choreografisches und visuelles Szenario, das Shakespeare’sche Reminiszenzen (The Tempest) und die Zeit nach 9/11 zu einer eindrucksvollen Reflexion über den Zustand der Welt verbindet. Ohne jede vordergründig folkloristische Ästhetik integrieren der gebürtige Samoaner und seine elf Tänzer Elemente des Haka, des Ritualtanzes der neuseeländischen Maori, in eine zeitgenössische, minimalistische Inszenierung. „Tempest: Without a Body“ feiert seine Deutschlandpremiere am 28. August.
Neben den Abendvorstellungen bieten Workshops für Tänzer und Publikum die Gelegenheit, Tanzstile, choreografische Verfahren und künstlerische Visionen näher kennen zu lernen. Vorträge, Diskussionen und Buchpräsentationen geben tiefere Einblicke in einzelne Produktionen und Themenbereiche. Als Treff der Szene fungiert wie schon in den vergangenen Jahren die sommer.bar mit Performances, Partys und Konzerten.
Das komplette Programm finden Sie ab Ende Juni auf www.tanzimaugust.de. Bei unserer Pressekonferenz am 24. Juni 2010 im HAU 1 stellen wir Ihnen das Festival und die teilnehmenden Künstler ausführlich vor. Zu dieser Veranstaltung erhalten Sie rechtzeitig eine gesonderte Einladung.











