(openPR) Außerordentliche Hauptversammlung der Gesundheitswelt Chiemgau AG
Hieronymus Stockinger, Aufsichtsratsvorsitzender der GWC AG, führte durch die Veranstaltung. Erster Tagesordnungspunkt war die allgemeine Information der Aktionäre über die aktuelle Entwicklung des GWC-Konzerns durch den Vorstand. Der zweite Tagesordnungspunkt beinhaltete die Nachwahlen zum Aufsichtsrat.
Erster Tagesordnungspunkt:
Nachdem er Jens Stadler, seinen neuen Prokuristen und Geschäftsführer der Chiemgau Thermen sowie nach wie vor Geschäftsführer des Thermenhotels Ströbinger Hof und der GWC Service GmbH, begrüßte und die damit erwartete Erhöhung der Schlagkraft sowie Erfüllung des Vier-Augen-Prinzips betonte, schilderte Dietolf Hämel, Vorstand der GWC AG, den Aktionären die Grundtendenzen in den verschiedenen Unternehmen des Konzerns.
Die Klinik St. Irminard in Prien am Chiemsee verzeichnete im Jahr 2009 eine Belegung von 96 Prozent bei 213 Betten. Die operative betriebliche Ergebnisentwicklung 2009, vor eventuellen Rückstellungen aus Sonderpositionen, zeigt eine gute Gewinnstabilisierung der Klinik. Ziele sind eine räumliche Erweiterung um circa 25 Betten für eine Privatstation, die Erweiterung der Psychosomatik in eine Spezialstation sowie der Aufbau einer indikationsspezifischen Frührehabilitation.
Die Simssee Klinik in Bad Endorf erzielte im Jahr 2009 eine Belegung von 91 Prozent bei 415 Betten. Die operative betriebliche Ergebnisentwicklung 2009, vor eventuellen Rückstellungen aus Sonderpositionen, verdeutlicht, dass die Klinik wieder in der Gewinnzone ist. Ziele sind die räumliche Erweiterung der Psychosomatik auf genehmigte 70 Betten, Intensivierung der Belegung in der Orthopädischen Krankenhausbehandlung/ Frührehabilitation sowie weitere Kostenoptimierungen.
Das Ambulante Rehazentrum Rosenheim verzeichnete in der operativen betrieblichen Ergebnisentwicklung 2009, vor eventuellen Rückstellungen aus Sonderpositionen, einen Anstieg des defizitären Ergebnisses. Hämel betonte die steigende Bedeutung der Ambulanten Rehabilitation und den Standortvorteil Rosenheim. Über die Zulassung der Deutschen Rentenversicherung Bund könnte eine höhere Auslastung erzielt werden. Die Verhandlungen dazu laufen.
Die Chiemgau Thermen in Bad Endorf erreichten in der operativen betrieblichen Ergebnisentwicklung 2009, vor eventuellen Rückstellungen aus Sonderpositionen, eine Reduzierung des defizitären Ergebnisses. Wichtige Themen sind die strategische Positionierung der Chiemgau Thermen, die Optimierung der Parksituation sowie die Lösung der Probleme zweier Bohrungen. Gegen den Bescheid der Marktgemeinde Bad Endorf bezüglich der Nachzahlung für Abwassergebühren hat die GWC Widerspruch eingelegt. Die Gemeinde kam der GWC bezüglich des Zahlungsanspruches der 670.000 Euro entgegen und bestand nicht auf die pflichtgemäße sofortige Zahlung.
Das Thermenhotel Ströbinger Hof hielt seine Belegung in 2009 mit 23.000 Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr fast konstant. Die operative betriebliche Ergebnisentwicklung 2009, vor eventuellen Rückstellungen aus Sonderpositionen, zeigt eine Reduzierung des Gewinns.
Die GWC Service GmbH reduzierte das defizitäre Ergebnis, operative betriebliche Ergebnisentwicklung 2009, vor eventuellen Rückstellungen aus Sonderpositionen, vor allem aufgrund der Verpachtung des Restaurants Cucina S. Eine Auflösung mit einer Reintegration der GWC Service GmbH in die Simssee Klinik und die anderen Unternehmen ist in Planung.
Der Jahresabschluss des Konzerns liegt derzeit in Händen der neuen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ecovis. Der Vorstand betonte des Weiteren die verbesserte Kommunikation mit der Marktgemeinde, die die gegenseitige Vertrauensbildung fördere. Das Qualitätsmanagement im Konzern tritt laut Hämel nun in eine entscheidende Phase, das erste externe Voraudit für die Simssee Klinik, das Rehazentrum Bad Endorf und die Klinik St. Irmingard nach DIN ISO 9001:2008 steht an.
Weiterhin sprach der Vorstand von der Zukunftsagenda für den Konzern, die ausgearbeitet wurde.
Zweiter Tagesordnungspunkt:
Der Aufsichtsrat der GWC besteht aus insgesamt neun Personen. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Günter Harm aus Prien sowie die beiden Aufsichtsratsmitglieder Michael Unterreitmeier aus Traunstein und Dr. Manfred Jansen aus Rimsting legten ihr Amt zum Jahreswechsel nieder. Die Marktgemeinde Bad Endorf entsandte zum 1. Januar diesen Jahres Markus Kühbandner, Rechtsanwalt aus Rosenheim, in den Aufsichtsrat der GWC AG.
Um die satzungsgemäße Besetzung des Aufsichtsrates wieder herzustellen, wählten die Aktionäre auf der Außerordentlichen Hauptversammlung zwei weitere Aufsichtsratsmitglieder als Vertreter der Aktionäre für die restliche Dauer der laufenden Amtsperiode. Folgende Kandidaten schlug der Aufsichtsrat als Aufsichtsratsmitglieder zu Wahl vor: Dieter Linde aus Bad Endorf, Unternehmensberater in eigener Unternehmensberatung und Dr. Horst Zeitler aus Bad Endorf, Unternehmensberater in der Unternehmensberatung Cirquent GmbH in München. Folgende Kandidaten schlug der Aufsichtsrat als Ersatzmitglieder zur Wahl vor: Jürgen Bach aus Höslwang, freiberuflicher Unternehmensberater in eigener Unternehmensberatung und Robert Fischer aus Rimsting, Steuerberater in Steuerberaterkanzlei-Gemeinschaft.
Alle vier Kandidaten wurden gewählt, mit 58.513 Ja-Stimmen und 318 Nein-Stimmen.
Für diese Hauptversammlung sind keine Gegenanträge eingegangen.










