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Kompetenznetz Multiple Sklerose will neue Maßstäbe in der Forschung setzen

26.03.201016:21 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Kick-off Symposium in München

München, 26. März 2010 – Sehstörungen, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühl, Schmerzen – die Symptome der Multiplen Sklerose (MS) sind vielschichtig und begleiten Betroffene lebenslang. Die Diagnose MS erhalten Menschen häufig in einem Alter, in dem die Weichen für die Zukunft gestellt werden: zwischen 20 und 40 Jahren. „Wir brauchen daher ein Höchstmaß an diagnostischer Präzision, Prognosesicherheit und Versorgungsqualität, um Patienten bestmögliche Aussagen an die Hand zu geben“, erklärt Prof. Dr. Heinz Wiendl, Vorstandssprecher des neugegründeten Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS). „Das lässt sich nur mit gebündelten Kräften in Forschung und Organisation erreichen.“ Um Strukturen sowie zukünftige Projekte zu planen und zu diskutieren, treffen sich alle am Netzwerk Beteiligten heute erstmals am Klinikum rechts der Isar in München.



„Multiple Sklerose ist aktuell nicht heilbar, gleichzeitig aber eine Erkrankung von großer sozioökonomischer Relevanz. Um die Forschungsressourcen zu diesem Thema effizient zu bündeln, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung entschieden, dieses Kompetenznetz ins Leben zu rufen“, erläutert Dr. Richard Mitreiter vom Projektträger Gesundheitsforschung, der das Projekt im Auftrag des Ministeriums betreut. Beratend steht dem KKNMS außerdem ein international besetztes, wissenschaftliches Gremium zur Seite.

Task Forces: Standards für die internationale Forschung

Im Rahmen des Symposiums stellen sich die drei Forschungsverbünde vor, die für die erste Förderphase bis Mitte 2012 ausgewählt wurden: UNDERSTANDMS befasst sich mit Fragen der Krankheitsentstehung, CONTROLMS mit Diagnose- sowie Therapieforschung und CHILDRENMS mit Multipler Sklerose im Kindesalter. Sobald die Infrastruktur für das KKNMS steht und damit die Voraussetzung für vernetztes Forschen geschaffen ist, sollen zu wichtigen Fragestellungen Standards etabliert werden. Dazu haben sich innerhalb des Netzwerks Arbeitsgruppen, so genannte Task Forces, gebildet. Zunächst geht es darum, eine gemeinsame IT-Struktur zu entwickeln und Datenschutzbestimmungen für Biomaterial zu definieren. Eine der Arbeitsgruppen befasst sich zudem mit dem Bildgebungsverfahren, der Magnetresonanztomographie (MRT), das bei der Diagnose von Multipler Sklerose eine tragende Rolle spielt. Die auf diese Weise neu entwickelten Standards sollen dann auch international Maßstäbe in Patientenversorgung und Forschung setzen.

Nationale Erstinstanz für Ärzte und Kliniken

„Langfristig möchten wir erreichen, dass Forschungsergebnisse möglichst schnell ihren Weg in die Praxis finden und damit direkt den Patienten zugute kommen“, so Wiendl. „Es muss uns gelingen, für Ärzte und Kliniken der erste Ansprechpartner zu sein, wenn es darum geht, aktuelle Forschungserkenntnisse oder klinische Studien zu bewerten und Handlungsempfehlungen für Diagnose und Therapie auszusprechen.“

Damit das KKNMS als eigenständige Rechtsperson über das Netzwerk hinausgehende Kooperationen eingehen kann, bereitet die Geschäftsstelle die Gründung eines gemeinnützigen Vereins vor. Über den Satzungsentwurf sollen die 29 ordentlichen Mitglieder an diesem Freitag entscheiden.
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