(openPR) Nachhaltige Finanzierung und Microfinance sind wichtige Themen auf dem „Deutschen CSR Forum“ 2010
Stuttgart, den 22. März 2010
Sufiya Begum, eine Frau aus Bangladesch, flocht jahrelang Hocker aus Bambus. Trotz mühevoller Arbeit verdiente sie kein Geld, denn immer wieder musste sie, um das Material zu bezahlen, einen Kredit beim örtlichen Geldverleiher aufnehmen. Der forderte zehn Prozent Zinsen pro Woche und verlangte, dass die Frau ihm die Hocker zum Spottpreis liefern musste. Erst mit einem Mikrokredit von weniger als umgerechnet 100 Euro konnte die Frau sich unabhängig machen.
Geholfen hat ihr Wirtschaftsprofessor und Gründer der Grameen-Bank Muhammad Yunus, der bereits vor mehr als 30 Jahren, die Idee hatte, mit Mikrokrediten armen Menschen zur Selbstständigkeit zu verhelfen. Aus dieser Initiative ist inzwischen ein anerkanntes und erfolgreiches Finanzierungsmodel entstanden, das auf marktwirtschaftlicher Basis beruht und für Millionen Menschen eine positive Existenzperspektive eröffnet.
Heutzutage sind rund 2,8 Milliarden Menschen von Armut betroffen, sie leben von weniger als zwei US-Dollar pro Tag. Davon zählen 500 Millionen zu den wirtschaftlich Aktiven, die als sogenannte „Mikro-Entrepreneurs“ einen Bedarf an Krediten und anderen Finanzdienstleistungen haben, um so ein Einzelhandelsgeschäft zu betreiben, Handwerk auszuüben oder einen landwirtschaftlichen Kleinbetrieb zu führen, so Prof. Dr. Henry Schäfer von der Universität Stuttgart und Oliver Oehri vom Center for Social and Sustainable Products.
Schäfer und Oehri beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Microfinance und werden dieses „Entwicklungsinstrument“ auf dem Deutschen CSR-Forum, am 13. und 14. April 2010, vorstellen. Weitere Referenten sind Vertreter der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der NEST Sammelstiftung.
Auch ökologische und soziale Fragen der Kreditvergabepolitik, die Equator Principles, Umweltmanagement und nachhaltiger Einkauf bei Banken sowie viele weitere Zukunfts- und Finanzmarktthemen mit Vertretern von B.A.U.M e.V., Bayerische Hypo- und Vereinsbank, GLS Bank, der Landesbank Baden-Württemberg, oekom research und Handelsblatt werden Schwerpunkt des diesjährigen Forums sein.
Das „Deutsche CSR-Forum“ findet am 13. und 14. April 2010 zum sechsten Mal statt und wird dieses Jahr vom Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, Ernst Pfister, und am zweiten Tag von Tanja Gönner, Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, eröffnet. In vielen Sektionen und im Plenum werden unterschiedliche Themen zu CSR- und Nachhaltigkeit diskutiert, wie zum Beispiel Modernes Klimaschutzmanagement, nachhaltiges Personalmanagement, Kinderarbeit und Armutsbekämpfung, nachhaltige Unternehmensführung, verantwortlicher Handel und viele andere.
Das Deutsche CSR-Forum findet im Rahmen der „Woche der Nachhaltigkeit“ statt, in der es außerdem viele weitere Veranstaltungen zu CSR und Nachhaltigkeit geben wird, zum Beispiel der Workshop „CO2 Fußabdruck und seine Kompensation“ von global-woods, "Die andere Klima-Zukunft - Innovation statt Depression" des Umweltministerium Baden-Württemberg (auf Einladung), das Seminar "Manager ohne Grenzen" der CSR-Akademie mit Helene Prölß, der "i-Mobility"-Kongress im ICS, Landesmesse Stuttgart. Teilnehmer, die sich beim Deutschen CSR-Forum unter http://www.dcsrf.de/anmeldung anmelden, bekommen außerdem kostenlosen Zugang zur 2. Messe „Fair handeln“, die vom 15.04. bis 18.04. auf der Messe Stuttgart stattfindet.
Im Jahr 2012 wird das „Deutsche CSR-Forum“ im Rahmen des „EU LIFE-Projektes“ von der Europäischen Union ausgerichtet.











