(openPR) Endlich ist es soweit. Hackisan.de veröffentlicht ein weiteres CD-Review und leistet damit einen weiteren Beitrag zur Förderung unbekannter Talente und Bands.
Das Elektro-Avantgarde-Projekt KOMA69 wurde 2000 von Alexander Graeff gegründet und ist wirklich Vorreiter von etwas völlig Neuem, denn sowohl textlich als auch musikalisch kann nicht genau erschlossen werden, in welche Richtung das Ganze nun tendiert. Möglich ist auch, dass hier eine ganz neue Musikrichtung geschaffen wurde.
Alexander Graeff studierte Wirtschafts-, Ingenieur-, Erziehungswissenschaften und Philosophie, was sich in seinen Texten widerspiegelt, die einen ungewöhnlichen Tiefgang besitzen.
Zunächst als Soloprojekt gestartet und nach einigen Demotapes, gesellten sich, nicht lange danach, weitere Musiker hinzu und gaben der Formation den Startschuss als Band. 2004 erschien dann das erste Album „2W31TAU53NDR31“ als Eigenproduktion und 2005 gab KOMA69 das erste Konzert in heutiger Besetzung.
Im Januar 2008 erschien das vorliegende Album »IL FUTURISMO« bei Katakomben Rekordz Salzgitter und ist eine lyrisch-musikalische Auseinandersetzung mit dem italienischen Futurismus.
Die Songs strahlen eine innere Melancholie und Düsterheit aus, sowie viel Wut und Verzweiflung, doch es steckt außerdem noch etwas sehr Geheimnisvolles darin.
Gewollt ungewohnte Harmonien und Disharmonien runden das Gesamte Werk ab. Stellenweise gehen die Einflüsse auch in Richtung düsterer Gothic, bis hin sogar zu Metal.
Also eine scharfkantige Mischung aus Elektro, Pop, Metal, Gothic und Punk...
Die Texte ähneln keinen typischen Songtexten und enthalten oft auch kein bestimmtes Schema, vom Aufbau her, sondern es hört sich eher nach versteckten Flüchen und Zauberformeln an.
Es ist sehr schwer etwas über die Texte und deren Inhalt zu sagen, denn der genaue Sinn und das wahre Geheimnis kennt nur deren Schöpfer allein.
Wer solche Texte schreibt, muss absolut genial sein oder völlig durchgeknallt, höchst wahrscheinlich aber eher…beides. Denn die ganz eigenen Philosophien von KOMA69 outen sich in absolut skurriler Poesie.
Betonung des Konzept-Albums liegt eindeutig auf den kunstvoll verschnürten und verpackten Texten, die zwar der deutschen Sprache entstammen, aber oft so mutig, geheimnisvoll und experimentell sind, wie die Songs an sich.
Also absichtlich nicht für die breite Masse konstruiert...und das ist gut so!!!
Die meisten Songs folgen nicht einem bekannten Muster, wie Anfang, Strophe, Refrain, Ende, sondern jeder Song ist Teil eines großen Ganzen, also Bestandteil eines Gesamtwerks.
Ich bin mir auch nicht sicher, dass KOMA69 erreichen will, dass der Zuhörer sagt: „Wow, was für eine schöne Musik“! Sondern es wird mit Absicht eine Art Spannung erzeugt und der gewünschte Effekt tritt erst nach dem Hören auf, nämlich, dass sich der Hörer Gedanken macht, über den Sinn dieser Zeilen, frei nach dem Motto: „Was wollte uns der Künstler wohl damit sagen?“
Wer neugierig geworden ist, kann sich gerne das Review in voller Länge zu Gemüte führen:
http://www.hackisan.de/hackisan/reviews2.php?test=hacki6&my_review=2













