(openPR) Stellungnahme des Vereins „Freundeskreis Freilebender Wölfe“ zur in Frage Stellung der Wolfsforschung in der Lausitz durch Lokalpolitiker
Es ist eine Tatsache, dass sich die Wölfe in der Lausitz angesiedelt haben. Es ist ebenfalls eine Tatsache, dass diese Tiere nach EU-Recht streng geschützt sind. Man kann den betroffenen Nutztierhaltern nun sagen, Pech gehabt, kommt selber klar! Oder man unterstützt sie – indem man das Verhalten dieser Wölfe erforschen und ihre Bestandsentwicklung wissenschaftlich dokumentieren lässt, damit Schutzmaßnahmen abgeleitet werden können und Konflikten gezielt vorgebeugt werden kann. Selbst derjenige, der sich nicht darüber freut, dass mit dem Wolf ein Stück Wildnis zu uns zurück gekehrt ist, kann dem fundierten Monitoring der deutschen Wolfspopulation, die ihren Schwerpunkt nun einmal in der Lausitz hat, eigentlich nicht ernsthaft die Sinnhaftigkeit, nein die Notwendigkeit absprechen, wenn sein Interesse das Befinden der dort lebenden Bevölkerung ist. Dies eine Motivation, die eigentlich eine selbstverständliche Eigenschaft von lokalen Politikern sein sollte... Also, was mag nur dahinter stecken, dass die Herren Harig, Lange und co. der Wolfsforschung nun so massiv mit fadenscheinigen und polemisierenden Argumenten den Geldhahn abdrehen wollen. Ein Verdacht drängt sich auf: Sind die Forschungsergebnisse der Biologen von LUPUS, die vom Land Sachsen mit dem Wolfsmonitoring beauftragt sind, nicht so wie von Manchem erhofft? Passen die Erfolge der wissenschaftlich fundierten Aufklärungsarbeit und Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Übergriffen auf Nutztiere nicht in das propagierte Bild der blutrünstigen Bestie, das einige ewig gestrige Jagdpächter im eigenen Interesse aufrecht erhalten möchte, um seinen natürlichen Mitjäger in ein schlechtes Licht zu rücken? Soll es nach dem Motto gehen: Lieber gar keine Ergebnisse als unbequeme Ergebnisse? Das wäre ein Bärendienst, den die besagten Landräte und Bürgermeister ihren Mitmenschen in der Lausitz erweisen würden. Die Bevölkerung kann von Glück sagen, dass man in der Landesregierung Sachsens weiß, was zu tun ist, und an der wertvollen Arbeit von LUPUS fest hält.











