(openPR) Während der Kabinettsitzung am 25. Februar 2010 hat Premierminister Wu Den-yih die Auflösung der Kommandozentrale für Epidemien (CECC) genehmigt, die insgesamt 302 Tage zur Bekämpfung des A(H1N1)-Virus, der sogenannten Schweingrippe aktiv war. Sollte die Grippe erneut ausbrechen, werde die CECC wieder aktiv werden, versprach Wu.
Die Entscheidung wurde aufgrund eines Berichts gefällt, den die Gesundheitsbehörde dem Kabinett vorgelegt hat. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Maßnahmen, die die Regierung zur Krankheitsbekämpfung ergriffen hatte, den gewünschten Effekt erzielt haben. Der Prozentsatz der positiv getesteten Verdachtsfälle auf eine Infektion mit A (H1N1) ist von einem Spitzenwert von 57 Prozent auf mittlerweile lediglich 9 Prozent gefallen.
Premierminister Wu betonte allerdings, es gebe noch eine ganze Reihe von Maßnahmen, die weitergeführt werden müssten. Dazu zählen die Überwachung der epidemiologischen Lage, die Bereitstellung von Impfstoffen und medizinischer Versorgung, die Bevorratung von Material zur Seuchenbekämpfung und die Aufklärung der Öffentlichkeit betreff Körperhygiene. Außerdem werde die Regierung weiterhin die Menschen versorgen und unterstützen bei denen die Impfung unerwünschte Nebenwirkungen verursacht hat.
Der Premier bat die Gesundheitsbehörde, in Kontakt mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den Gesundheitsbehörden anderer Nationen zu bleiben, um stets auf dem neuesten Stand der epidemiologischen Entwicklung zu sein und alle notwendigen Maßnahmen in der Zeit nach dem Höhepunkt der Epidemie durchführen zu können.
Die A(H1N1)-Epidemie konnte auch deshalb so schnell unter Kontrolle gebracht werden, weil das Impfprogramm sehr erfolgreich war. Die Zahlen der CECC zeigen, dass durch die Impfkampagne in etwa ein Viertel der Gesamtbevölkerung Taiwans immunisiert werden konnte und sogar dreiviertel der Menschen unter 19 Jahren. Daneben war die Sterblichkeitsrate durch A(H1N1) in Taiwan mit 41 Todesfällen bei einer Gesamtbevölkerung von 23 Millionen Menschen niedriger als die anderer entwickelter Länder.
In einem kürzlich erschienenen Zeitungsartikel kommentierte der frühere Gesundheitsminister Su Ih-jen, derzeit Professor für Medizin an Taiwans National Cheng Kung University die Leistungsfähigkeit der Gesundheitsbehörde. In einem einzigen Monat seien 5 Millionen Impfdosen verabreicht worden, davon 500000 allein am 12. Dezember 2009. Diese Impfrate sei beispiellos in der Geschichte Taiwans gewesen, ebenso wie die hohe Impfrate bei Menschen, die an schweren chronischen Krankheiten leiden sowie an Krebs, so Su. Außerdem sei die Sterblichkeitsrate älterer Menschen durch die saisonbedingte Grippe in diesem Jahr niedriger als in früheren Jahren, was Su wörtlich als ein “Wunder“ bezeichnete.
Die Gesundheitsbehörde gab bekannt, die A(H1N1)-Epidemie habe gezeigt, dass Taiwan in der Lage sei, Impfstoff selbst zu produzieren. Außerdem hat die aufstrebende Beteiligung Taiwans an den Belangen der WHO und seine Einbeziehung in das Globale Warn- und Maßnahmen-Netzwerk für Epidemien im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften dazu geführt, dass das Land mit der Internationalen Gemeinschaft wirkungsvoller zusammen arbeiten kann und dadurch Informationen zügig erhält.





