(openPR) Mit neun hochmodernen Anlagen zur Gewinnung von Sonnenenergie hat die HOCHTAUNUSBAU in Bad Homburg die Weichen in Richtung umweltfreundliche und regenerative Energiegewinnung gestellt. Ein Viertel des von dem Unternehmen verbrauchten Stroms produziert die Baugenossenschaft damit künftig selbst. Mit der Investition von rund einer halben Million Euro wird die HOCHTAUNUSBAU zum größten Produzenten von Solarstrom in Bad Homburg.
Installiert wurden die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Häuser im Salzbrunner Weg 17-19, dem Reinerzer Weg 9, 10-12 und 16, dem Götzenmühlweg 51-53 und 55-57, sowie der Sodener Straße 2-4 und 6-8 und der Wiesbadener Straße 15-17. Ausgesucht wurden möglichst neue Dächer, die einer erwarteten Betriebsdauer von 20 Jahren standhalten. Darunter sind auch Flachdächer, die allerdings zusätzlich abgestützt wurden.
„Mit unseren neuen Anlagen setzen wir ein deutliches Signal für sauberen Strom aus erneuerbaren Energien“, betont Bernd Arnold, Vorstand der HOCHTAUNUSBAU. Arnold rechnet mit einem jährlichen Stromertrag von 137.000 Kilowattstunden, was 26 Prozent der Strommenge entspreche, die in den Gemeinschaftseinrichtungen der Wohnungsgenossenschaft benötigt werde. Dies sind zum Beispiel der Stromverbrauch für Beleuchtung in Gemeinschaftsräumen, Außenbeleuchtung, Strom für Aufzüge und andere technische Gemeinschaftseinrichtungen sowie der Strombedarf in den Büros der HOCHTAUNUSBAU. Oder anders gerechnet: 34 Vierpersonen-Haushalte könnten ein Jahr lang mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden. Mit dem Bau der Solaranlagen trägt die HOCHTAUNUSBAU aber auch positiv zur Öko-Bilanz bei, denn jährlich werden auf diese Weise 93.400 Kilogramm CO² eingespart. Damit übertrifft die HOCHTAUNUSBAU bereits heute die für das Jahr 2020 angepeilten internationalen politischen Klimaziele.
Der über die Solarzellen auf den Dächern gewonnene Strom wird allerdings nicht direkt in den Wohnhäusern verbraucht, sondern in das Netz der Süwag Netz GmbH eingespeist. Dafür erhält die HOCHTAUNUSBAU als Erzeuger von Solarstrom 20 Jahre lang von der Süwag 43 Cent pro Kilowattstunde. Durch die jährlichen Einnahmen aus der Stromerzeugung, kann die Photovoltaikanlage nicht nur wirtschaftlich betrieben werden, sie refinanziert sich nach den Worten Arnolds am Ende selbst. Dies liege unter anderem daran, dass moderne Solaranlagen nicht nur technisch ausgereift, sondern auch sehr wartungsfreundlich seien. Auf der Internetseite der Genossenschaft www.hochtaunusbau.de können die Mieter demnächst nachlesen, wie viel Strom das Solarkraftwerk auf ihren Dächern erwirtschaftet. „Das soll unsere Mieter motivieren, im Alltag selbst Energie zu sparen“, betont Arnold.
Weil die Hochtaunusbau die Solaranlagen noch 2009 fertiggestellt hat, profitiert sie entsprechend dem „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ von einer höheren Einspeisevergütung. 2010 wurde die Einspeisevergütung auf 39 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Die Genossenschaft prüft derzeit, ob sich noch weitere Häuser der HOCHTAUNUSBAU in Bad Homburg, Oberursel, Kronberg oder Königstein für Solaranlagen eignen. Sollte die Einspeisevergütung aber, wie von der Bundesregierung erwogen, noch stärker gesenkt werden, sieht Vorstand Arnold den weiteren Ausbau von Solaranlagen skeptisch. „Bei sinkenden Einnahmen wird es künftig schwierig werden, neue Anlagen wirtschaftlich zu betreiben“, bedauert der Vorstand der HOCHTAUNUSBAU.
Ungeachtet dessen setzt die HOCHTAUNUSBAU auch künftig im Interesse ihrer 5.000 Mieter auf Energieoptimierung. So verfügen alle Häuser der Genossenschaft über gedämmte Wände und isolierte Fenster. Im nächsten Schritt werden nun auch die Decken von Kellern und Dachböden isoliert.








