(openPR) Rund 120 Besucher informierten sich am Samstag im Bürgerhaus Kirdorf darüber, wie sie bereits mit kleinen Änderungen beim Heizen, Lüften und der Verwendung elektrischer Geräte bis zu 25 Prozent Energie und damit Geld sparen und die Umwelt schonen können. Zum Energie-Spar-Tag hatte Hochtaunusbau-Vorstand Bernd Arnold verschiedene Experten eingeladen, die den Besuchern praktische Tipps für den Alltag gaben.
„Viele Menschen glauben, Energie sparen zu können, indem sie nur heizen, wenn sie sich in der Wohnung aufhalten. Dass es aber viel mehr Energie kostet, eine kalte Wohnung aufzuheizen, ist ihnen nicht klar“, erläuterte Jörg Ritter, Systemberater Technik bei der Firma Techem. Auch den ganzen Tag über die Fenster zu kippen, sei nicht sinnvoll.
In diese Richtung zielten auch die Empfehlungen von Matthias Sauerwein, Sachverständiger für Schimmelschäden: „Die Qualität unserer Fenster hat sich in den vergangenen 50 Jahren stark verbessert. Einfach verglaste Fenster wurden durch energieeffiziente Doppelglasfenster ersetzt. Damit haben sich aber auch die Anforderungen an das Lüften verändert“, erklärte Sauerwein. Weil heutige Fenster wesentlich dichter sind als ältere, sei es umso wichtiger, jeden Tag vier bis fünf Mal die Wohnung zu durchlüften. Dabei genüge morgens schon kurzes Stoßlüften von drei bis fünf Minuten, einmal nach dem Aufstehen und am besten noch einmal nach dem Duschen. Insgesamt wichtig: „Immer dann lüften, wenn größere Mengen Wasserdampf in der Wohnung entstanden sind, also zum Beispiel auch nach dem Kochen.“
Sauerwein räumte auch mit dem Irrglauben auf, dass Schimmel vor allem eine Folge schlechter Bausubstanz ist. „Schimmel entsteht vor allem dann, wenn falsch geheizt oder zu wenig gelüftet wird“, erläuterte der Fachmann.
Wie bei der Anschaffung elektronischer Geräte bereits im Vorhinein die Energiebilanz geschont werden kann, erklärte Andreas Katreniok. Der Bauingenieur ist gleichzeitig Energieberater, unter anderem für die Verbraucherzentrale Hessen. Den Besuchern des Energie-Spar-Tages riet er, beim Kauf von Kühlschränken und Waschmaschinen auf das Energie-Siegel zu achten. „Auch wenn energieoptimierte Geräte ein wenig teurer sind, lohnt sich die Investition. Auf Dauer schont man damit Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.“ Katreniok wies darauf hin, dass sich nicht nur Hauseigentümer, sondern auch Mieter für zehn Euro einen Energieberater in die Wohnung holen könnten, der ihnen beim Energiesparen helfe.
Bernd Arnold informierte darüber, dass die Hochtaunusbau bereits sehr viele Häuser gedämmt habe oder durch Solarzellen auf Dächern klimafreundlich Energie gewinne. Davon profitierten auch die Mieter. Allerdings könnten die Mieter durch sparsame Elektrogeräte, richtiges Heizen und Lüften selbst bis zu 25 Prozent Energie sparen. Dies habe eine Studie des Verbandes der Wohnungswirtschaft ergeben.








