(openPR) Vernissage
Mittwoch, 17. Februar 2010, 18:15 Uhr
Zoologische Staatssammlung München
Münchhausenstr. 21
81247 München, S2 Obermenzing
Die Ausstellung ist vom18.02. bis 26.3.2010 werktags, Mo. – Fr. 10:00 bis 16:00 Uhr zu sehen. Eintritt frei
Holzdrucke zum chinesischen Neujahr
Die frühen Ursprünge der chinesischen Neujahrsdrucke können bis auf die Tang Dynastie (618 - 907 AD), dem Beginn der Druckkunst zurück verfolgt werden. Bilder von Göttern wurden an die Tore von Tempeln ebenso wie an gewöhnlichen Haustüren angebracht. Seit der Song Dynastie (960 - 1127 AD) hatte sich der volkstümliche chinesische Holzschnitt zu einem verbreiteten Geschäftszweig und einer festen Gewohnheit im Leben der Bevölkerung entwickelt. Der Gebrauch dehnte sich über das ganze chinesische Reich aus. In Taiwan hat sich diese Kunstform bis ins 21. Jahrhundert erhalten. Bekannte und weniger bekannte Künstler und Kunsthandwerker gestalten noch heute zu jedem neuen Jahr Holzdrucke mit den unterschiedlichsten Motiven. Die am häufigsten verwendeten Schriftzeichen auf den Neujahrsdrucken sind jene für Glück, langes Leben und Reichtum. Drucke, die bekannte Motive aus Geschichte, Volkssage und Tierkreiszeichen darstellen, werden zu Neujahr besonders gerne aufgehängt. Neben dem optischen Reiz dienen sie auch als Anschauungsmaterial für die Kleinen, denen anhand dieser Bilder Sagen, Horoskop und wahre Begebenheiten erzählt werden.
Das chinesische Neujahr ist das bedeutsamste aller Feste für Chinesen. Wie der 01. Januar im Westen wird es groß gefeiert und mit einem gewaltigen Aufgebot an Feuerwerkskörpern willkommen geheißen. An Neujahr werden auf rotes Papier gepinselte “Frühlingsreime“ um Türpfosten und auf Wohnungs- und Bürotüren geklebt. Rot ist in China eine Farbe des Glücks. Das chinesische Neujahr wird auch als eine Gelegenheit genutzt, um neue Kleidung anzuschaffen oder alte Schulden zu begleichen. Es ist ein Familienfeiertag, an dem die Kinder von den Erwachsenen kleine rote Umschläge mit Geld erhalten und an dem vor allem gut und viel gegessen wird.
Die Ausstellung ist gemeinsame Veranstaltung der Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland, Büro München, Presseabteilung und der Zoologischen Staatssammlung München

















