(openPR) Laufender Betrieb zunächst gesichert
Jena/Eisenberg/Grimmenthal/Erfurt. Die Jenpräzision profilierte sich unter anderem in der Zulieferindustrie für die Automobilbranche als Hersteller von Teilen, Baugruppen, Werkzeugen und Fertigerzeugnissen. Ursache für die im Jahr 2008 beginnende finanzielle Schieflage waren Schwierigkeiten im operativen Geschäft und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Automobilbranche. Der Umsatz ging zwischen 2008 und 2009 von 19 Mil-lionen auf 14 Millionen Euro zurück.
Nach Ansicht Rolf Rombachs wird sich die Krise im laufenden Jahr in Teil-bereichen der Automobilbranche und verwandter Bereiche weiter fortset-zen. Mit diesen Aussichten gestaltet sich die Fortführung der Jenpräzision momentan äußerst schwierig. „Die aktuelle Lage und die Perspektiven für 2010 erschweren die Übernahmegespräche. Investoren und Interessenten wollen erst einmal abwarten, wie sich die Marktlage entwickelt, bevor sie aktiv werden.“
Trotzdem gibt es bereits einiges Positives zu berichten: Im Bereich Druck-gusstechnik wurde mit der Unterstützung eines Brancheninsiders der Ge-schäftsbetrieb neu organisiert und optimiert. Momentan arbeiten 70 Mitar-beiter, davon 15 in Kurzarbeit, am Standort in Eisenberg. Für die Monate Februar und März konnte ein Kooperationsvertrag mit einem potentiellen Übernahmeinteressenten geschlossen werden. Die Familie Hanke ggK mbH aus Eberswalde übernimmt in diesem Zeitraum das operative Geschäft. Nach Ablauf des Vertrages wird eine Entscheidung über den Erwerb fallen. Parallel wurde der Investorenkreis geöffnet. Auch für den Bereich Werkzeugbau in Jena gibt es einen Kooperationsvertrag mit der Familie Hanke. Nachdem der Geschäftsbetrieb hier im Januar geruht hat, wurde die Produktion mit zunächst 13 Mitarbeitern im Februar wieder aufgenommen.
Der dritte Geschäftsbereich, der Sandformguss in Jena, verzeichnet eine relativ stabile Auftragslage. Da es in Deutschland sehr wenige Unternehmen gibt, die diese Produktionsform anbieten, ist dieser Bereich recht interessant. Zudem helfen externe Spezialisten bei der effizienteren Gestaltung der Produktionsabläufe. „Ich bin sehr optimistisch, das Unternehmen innerhalb der nächsten vier bis sechs Monate zu veräußern.“
Insgesamt wird sich ein kurzfristiger Verkauf aller drei Standorte nicht reali-sieren lassen. Rolf Rombach ist aber zuversichtlich bis Ende des Jahres alle Geschäftsbereiche übertragen zu können.








