(openPR) Ein Team aus Studenten der RWTH Aachen University, der TU Dortmund und der EPFL Lausanne bauen einen neuen Teilchendetektor, der mit einem Stratosphärenballon von dem Esrange Space Center bei Kiruna in Nordschweden im Oktober 2010 startet, um Modelle für das Weltraumwetter und dessen Einfluss auf kosmische Strahlung zu untersuchen.
Eine internationale Gruppe von fünfzehn Studenten der RWTH Aachen University, der TU Dortmund und der EPFL Lausanne haben erfolgreich einen Vorschlag für ein neuartiges Magnet-Spektrometer namens PERDaix (Proton Electron Radiation Detector Aix-la-Chapelle) eingereicht. Dieses soll, unterstützt von der schwedischen Raumfahrtbehörde SNSB und dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, im Oktober 2010 an einem über 10.000 Kubikmeter großen Heliumballon in eine Höhe von 35km gehoben werden. Ziel der Physikstudenten ist die Vermessung der Auswirkung von Sonnenwind und interplanetarem Magnetfeld auf die kosmische Höhenstrahlung. Die gewonnen Erkenntnisse können dazu dienen, die Strahlenbelastung für Astronauten auf langen Raumflügen - beispielsweise zum Mars - zu reduzieren.
In dem von den Studenten entwickelten Detektor kommen lichtleitende Fasern aus Kunststoff zur Verwendung, in denen kosmische Teilchen über charakteristische Lichtpulse nachgewiesen werden können. Ein starker Magnet hilft bei der Identifizierung geladener Teilchen und ein präziser Zeitmesser misst die Flugzeit der kosmischen Teilchen auf Picosekunden genau.
Nach dem ersten Gutachten durch die DLR und die europäische Raumfahrbehörde ESA, für das Anfang Februar vier Studenten nach Kiruna reisten, schließen die Studenten nun die Konzeptionsphase des Experiments ab und beginnen mit dem Bau der Komponenten. Sie werden dabei insbesondere von der RWTH Aachen University und der EPFL Lausanne mit Material und Werkstattkapazitäten unterstützt. Zusätzlich wurde das Material für den Magneten von der Firma Vacuumschmelze GmbH gesponsort. Der Ballonflug findet im Rahmen des BEXUS-Programmes (Balloon Experiments for University Students), einer Kooperation der deutschen und schwedischen Raumfahrtbehörden, statt.










