(openPR) Wie eine Lizenz zum Gelddrucken
Fast jeder kennt sie, die Sehnsucht nach der sprichwörtlichen "eierlegenden Wollmilchsau", der Allzweckwaffe schlechthin. Wie die Besucher der Veranstaltung "PIUS vor Ort" im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen erfuhren, lässt ein Förderprogramm des hessischen Wirtschaftsministeriums diesen Traum jetzt nahezu wahrwerden.
Gelnhausen, 3. Februar 2010 --- Zu der Veranstaltung im Sitzungssaal des Kreistags eingeladen hatte das Referat Wirtschaft und Arbeit des Main-Kinzig-Kreises. Nach einer kurzen Begrüßung von Landrat Erich Pipa wurden die rund 40 Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung zunächst mit einem Überblick in den "Produktionsintegrierten Umweltschutz" (kurz: PIUS) eingeführt. Sascha Gutzeit, Geschäftsführer der RKW Hessen GmbH, die das Projekt koordiniert, erklärte, dass mithilfe von PIUS-Maßnahmen, schädliche Umweltauswirkungen von vornherein vermieden werden. Damit stehen sie im Gegensatz zu traditionellen Umweltschutzmaßnahmen, die sich darauf beschränken, Umweltschäden zu mildern. "Produktionsintegrierter Umweltschutz sorgt für den effizienteren Umgang mit Ressourcen und senkt ihren Verbrauch. Damit erhöht er auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die auf ihn setzen", so Gutzeit.
Als Beitrag sowohl zur erhöhten Wirtschaftlichkeit als auch zum Umweltschutz fördert das Land Hessen PI-US-Beratungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen finanziell. Dafür gelten laut Gutzeit folgende Rahmenbedingungen. "Einen Antrag auf Förderung der PIUS-Beratung können Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern stellen, deren Jahresumsatz 50 Millionen Euro und deren Bilanzsumme 43 Millionen Euro nicht überschreiten", erklärte er. Diese können dann – je nach Region – bis zu 9.000 Euro an Fördergeldern für PIUS-Projekte innerhalb von drei Jahren aus Landesmitteln erhalten.
Wie effektiv diese Gelder eingesetzt sind, demonstrierte Gert Fischer von Fischer Technology Consulting. Er berichtete von den Ergebnissen der PIUS-Beratung aus einem Modellprojekt bei der Herborner Pumpenfabrik. Das Unternehmen, das Pumpen für die Industrie, Rein- und Abwassertechnik herstellt, reduzierte im Zuge der PIUS-Maßnahmen seinen Druckluftverbrauch und setzt in der Gießerei nun beim Schmelzen und der Abkühlung Wärmerückgewinnungssysteme ein. Außerdem konnte es den Energieverbrauch bei der Gießpfannenaufheizung und der Beheizung der Produktionsbereiche deutlich senken. "Insgesamt investierte die Herborner Pumpenfabrik nach Abschluss der PIUS-Beratung rund 190.000 Euro in die Prozessoptimierung. Dem gegenüber stehen seither Einsparungen von jährlich knapp 160.000 Euro", informierte Gert Fischer. Damit haben sich die Maßnahmen bereits nach eineinviertel Jahren amortisiert.
"Wer solche Zahlen hört, dem wird schnell klar: Die geförderte PIUS-Beratung wirkt wie eine Lizenz zum Gelddrucken", resümierte Moderator Uwe Berndt für die beeindruckten Teilnehmer.
Weitere Informationen gibt es unter www.hessen-pius.de.













