(openPR) Die Resonanz war enorm. "Die Jazz-Szene horcht auf", befand die "Welt am Sonntag"; ein "einzigartiges Talent" machte die "Irish Times" aus - ein Talent zudem, dessen Musik durchweg "von Unerwartetem geprägt" sei. Und die Zeitschrift "Jazzthing" attestierte "eine Ästhetik, die sich deutlich vom populistischen, auf schnellen Effekt schielenden Geklimper einer namenlosen Konkurrentenschar abhebt". Großer Jubel für eine Musik, die also offenbar nicht nur hervorragend gespielt war, sondern auch noch eines ganz deutlich vorwies: eigenes Profil. Gemeint war das Debüt "Forest of Oblivion" des damals 21-jährigen deutschen Pianisten Pablo Held. Jetzt, mit 23, legt er seine zweite CD vor - und das ehedem schon beachtliche Profil hat er nun noch einmal geschärft. Music heißt die CD, und der schlichte wie bedeutungsvolle Name drückt ein Selbstbewusstsein aus, das dieser junge ganz eigene Kopf völlig zu Recht hat.
Der Titel sagt nämlich: Was ich mache, kann ganz für sich stehen. Ganz ohne gekünstelt formulierten Anspruch, ganz ohne Werbesprüche, die einen nunmehr arrivierten "Star" des "Jungen deutschen Jazz" anpreisen. Was Pablo Held und seine beiden Trio-Partner, der Bassist Robert Landfermann und der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel, hier spielen, ist einzigartige Jazz-Klaviertrio-Musik. Musik, die es deutlich spürbar nicht nötig hat, Vorbildern des Genres nachzueifern: Sie hat einen ganz eigenen Klang, ahmt keinen bekannten Gestus nach, imitiert kein Erfolgsschema; und - sie ist auch einzigartig in ihrer atmosphärischen Gestimmtheit.
Der Chef des Trios, Pablo Held, ist ein radikal Introvertierter. Seine Stücke versuchen nicht, Effekt zu machen. Sie hauen den Hörern kein virtuoses Powerplay um die Ohren. Sie führen ihren hohen Anspruch nicht vor. Der ist einfach da, muss nicht auf einem Schild hochgehalten werden. Die Kunst des Leisen, des Nicht-Spektakulären, bei dem es um Substanz statt um Wirkung geht. Selbstverständlichkeit ist ein wichtiges Merkmal in Pablo Helds Musik. Nichts auf dieser CD wirkt herbeibemüht. Alles kommt in einem Gestus größter Natürlichkeit daher. Das liegt mit an der fast symbiotischen Qualität dieses Trios. Traumhaft sicher agieren diese Musiker miteinander. Fast wirkt es, als wären ihre Gehirne durch geheime Fäden miteinander verbunden. Ein Zusammenspiel, das gleichsam aus sich selbst zu wachsen und zu vergehen scheint. Da hat man nicht den Eindruck eines bewussten Aufeinander- Reagierens, sondern den eines Aus-sich-heraus-Agierens. Auch das passt zum Gesamteindruck einer Musik, die keine Show macht, sondern ganz sie selbst ist.
Und dieses Selbst-Sein hat Magie. Man kann sich tief hineinfallen lassen in diese Klänge - je öfter man die CD hört, desto tiefer. Nicht zappen, sondern durchhören. Zeit nehmen. Nichts anderes tun. Hören. Spüren. Und schnell wird man von der ganz eigenen Schönheit dieser Klänge gefangen sein. Eines der ergreifendsten Stücke der CD drückt im Titel aus, was dabei passieren könnte: Klartraum. Was immer dieses Wort meint: Wenn man diese Musik hört, kann man sich in faszinierende Traumwelten versenken. Diese Traumwelten aber haben nie etwas Trübes, Verschwommenes - sondern die Klarheit wunderbar frischer Winterluft.
Wenn man diese Luft einatmet, hat man das Gefühl von Reinigung. Genau das kann sich auch bei dieser Musik einstellen. Man hört sie nicht, um die Musiker, die sie spielen, zu bewundern: Das fordern diese Klänge nicht. Sondern man hört sie nur dieser faszinierend eigenen Klangwelt wegen. Es ist die leise, eigenständige, kraftvolle, nie angeberische und voller zu entdeckender Dimensionen steckende Klangwelt des Pablo Held.
+++Besetzung+++
Pablo Held piano
Robert Landfermann bass
Jonas Burgwinkel drums
+++Tracks+++
1. Encore 3:23 2. I Have a Dream 6:21 3. Desire 6:49
4. Moon 44 3:06 5. O Sacrum Convivium 4:08
6. Nearness 4:15 7. Log Lady 2:27 8. Music 5:39
9. Klartraum 8:40 10. Arista 5:48
+++Pressestimmen+++
"Er ist der Senkrechtstarter unter den jungen Jazzpianisten hierzulande: Mit gerade einmal 22 Jahren legt Pablo Held eine spielerische Reife an den Tag, die bei seinen Konzerten für schiere Verblüffung sorgt. Eine solche Idealkombination von Improvisationsphantasie und musikalischer Ökonomie, ein derartiges Ausreizen des Dynamik- und Emotionsspektrums von zartester Klanglyrik bis hin zur vollen Wucht expressivsten Triodonners hört man selten. Pablo Held hat allerdings nicht nur großes Talent, sondern auch das Riesenglück, über eine der besteingespielten und begehrtesten Rhythm Sections der aktuellen deutschen Szene verfügen zu können: Zusammen mit dem Kontrabassisten Robert Landfermann und dem Schlagzeuger Jonas Burgwinkel führt uns Pablo Held durch Klanglandschaften voller intensiver Farben und Formen, die noch lange nach dem Konzert im Sinn bleiben."
(Deutschlandfunk-Jazz Live 1.5.2009)
"Der Pianist Pablo Held aus Köln ist 21 Jahre alt und hat mit seinem Trio eine Debüt-CD vorgelegt, die von Reife und Tiefgang zeugt. Die Jazzszene horcht auf."
(Andreas Fasel in Welt am Sonntag, 21.9.2008)
"Er ist erst 21 und spielt mit bewundernswerter Virtuosität Klavier."
(Tilman Urbach in Stereo 10/2008)
"Ein großes Talent verschafft sich hier Gehör, seinen Weg weiter zu verfolgen, dürfte spannend werden."
(Tom Fuchs in Piano News 6/2008)
"Farbenreich, rhythmisch und dynamisch sehr differenziert und sehr eigenständig führt uns Pablo Held durch seinen 'Wald des Vergessens'. Von diesem jungen Musiker werden wir sicher noch hören."
(Martin Schuster in Concerto 5/2008)
"Musik, die Tiefgang und lyrisches Spiel offenbart, so als wäre dies bereits das zweite Leben des Pablo Held. Im ersten müsste er dann Philosoph oder klassischer Pianist gewesen sein ."
(Carina Prange in Jazzthetik 9/2008)
"Pablo Helds pianistischen und kompositorischen Fähigkeiten sind auch ohne die Erwähnung seines Alters bemerkenswert. (...) Elegante und leichtfüßige Musik, mal geheimnisvoll, mal verspielt, nie aber brachial oder auf vordergründiges Kräftemessen angelegt. Die Stücke haben viel Luft zum Atmen und bestechen besonders durch viele farbliche Nuancen und harmonische Tiefe."
(Anja Buchmann in Deutschlandfunk-Jazzfacts 19.9.2008)
+++Tourdaten Pablo Held Trio+++
=Pablo Held/Robert Landfermann/Jonas Burgwinkel
01.02.2010 Hannover · Jazzclub
02.02.2010 Berlin · Studio Upstream feat. Christian Weidner (alto
saxophone)
03.02.2010 Berlin · A-Trane
04.02.2010 Kassel · Kulturzentrum Schlachthof
05.02.2010 Herdecke · Werner-Richard Saal
06.02.2010 Köln · Bechstein Centrum
07.02.2010 Hilden · QQTec
08.02.2010 Aachen · Dumont
09.02.2010 Köln · Loft
11.02.2010 Reutlingen · Art Gallery
12.02.2010 Darmstadt · Jazzinstitut Darmstadt-JazzTalk
13.02.2010 Stavanger · Norwegen · 12 Points Festival
26.02.2010 Düsseldorf · Jazz Schmiede
27.02.2010 Emsdetten · Emsdettener Jazztage
28.02.2010 Köln · Galerie Freiraum
19.03.2010 Maastricht · Theater aan het Vrijthof-Maastricht Jazz Masters
23.04.2010 Bremen · Jazzahead-German Jazz Meeting
02.-05.06.2010 Basel · Bird's Eye Domenic Landolf meets Pablo Held Trio
12.06.2010 Den Haag · The Hague Jazz Festival
24.06.2010 Osnabrück · Blue Note
20.08.2010 Neuss · Neusser Jazzsommernacht
17.09.2010 Essen · Schloss Borbeck Doppelkonzert Pablo Held Trio + Enrico
Pieranunzi Trio
15.10.2010 Neuburg/Donau · Birdland (BR-Mitschnitt)
+++Pablo Held+++
"Das Interessante für mich am Jazz ist, dass diese Musik nie stillsteht oder nie gleich klingt. Es geht darum, im Moment zu sein und immer nach etwas Neuem zu suchen."












