(openPR) Runddrähte von Wieland ermöglichen breites Anwendungsspektrum
Die Anforderungen an die elektrische Leitfähigkeit eines Werkstoffes sind in den Bereichen Elektronik und Elektrotechnik besonders hoch gesteckt. Aus diesem Grund wird für Strom und Signal übertragende Komponenten zumeist reines Kupfer verwendet, und damit ein Werkstoff, der über eine außergewöhnlich hohe Leitfähigkeit verfügt. Für Anwendungen, bei denen es zudem auf eine hohe Festigkeit ankommt oder eine Alternative zu Kupfer-Cadmium gesucht wird, bietet die Ulmer Wieland-Werke AG, einer der weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupferwerkstoffen, mit K88 und K55 zwei ausscheidungshärtende, niedrig legierte Kupferwerkstoffe. Diese verbinden hohe Festigkeit mit gleichzeitig guter Leitfähigkeit, denn die zur Festigkeitssteigerung zulegierten Atome werden nicht (wie bei Bronze und Messing) im Kupfergitter gelöst, sondern in kleinen härtewirksamen Dispersoiden ausgeschieden. Die so hergestellten Werkstoffe weisen zudem eine exzellente Relaxationsbeständigkeit auf und eignen sich dadurch auch für den Einsatz bei erhöhten Temperaturen. Über besonders hohe Festigkeitseigenschaften verfügt auch der Werkstoff PSI-LV7 von Wieland, der durch seine chemische Zusammensetzung zudem korrosionsbeständig und unmagnetisch ist.
Drähte für Anwendungen aller Art
Wieland liefert das Halbfabrikat Draht mit besonderer Oberflächen- und Volumenqualität und in einer Vielzahl von Standard-Legierungen und Abmessungen. Für die unterschiedlichsten Anwendungen in der Automobil- und Elektronikbranche bietet das Unternehmen daneben auch spezielle Hochleistungswerkstoffe, wie beispielsweise hochfeste Speziallegierungen. So eignen sich besonders die niedrig legierten Kupfersorten von Wieland als echte Alternative zu Werkstoffen wie Kupfer-Beryllium oder auch Kupfer-Cadmium, das aufgrund seiner toxischen Elemente aus Gesundheitsgründen zunehmend in die Diskussion geraten ist. Drähte aus niedrig legierten Werkstoffen verfügen über eine Vielzahl an technischen Eigenschaften und dienen beispielsweise als Vormaterial für hochfeste Vierkant-Stecker-Stifte, Nieten für Flachleiter-Verbindungen oder Federn in LAN-Buchsen. Zu ihren besonderen Vorteilen zählen neben der Kombination von hoher Festigkeit bei gleichzeitiger Leitfähigkeit auch ihre Lastwechsel- und Temperaturbeständigkeit. Einige Werkstoffe sind zudem ausscheidungshärtend und sehr gut Widerstand- und Laser schweißbar.
Höchste Festigkeit: PSI-LV7
Der Werkstoff PSI-LV7 von Wieland ist korrosionsbeständig und unmagnetisch. Neben Kupfer enthält PSI-LV7 20 Prozent Mangan und 20 Prozent Nickel. Dieser chemischen Zusammensetzung verdankt der Werkstoff seine hohen Festigkeitseigenschaften. Bereits im nicht ausgehärteten Zustand erreichen PSI-LV7-Drähte Streckgrenzen-Werte über 1000 MPa, nach einer Wärmebehandlung sogar über 1600 MPa. Hergestellt wird PSI-LV 7 durch Sprühkompaktieren, einem High-Tech-Verfahren zwischen Pulvermetallurgie und Stranggießen, das die Herstellung sehr hoch legierter Werkstoffe erlaubt. Einsatzgebiete für PSI-LV 7-Draht sind beispielsweise hochfeste Steckkontakte, Stützdrähte in Litzen und Feinstdrahtgewebe für Filter.
Weitere Informationen:
Wieland-Werke AG
Dr. Robert Zauter, Produktmanagement/Marketing Press-/Ziehprodukte
Graf-Arco-Straße 36 - 89079 Ulm
Telefon: 0731-944-2277 - Telefax: 944-2879










