(openPR) 3. Merck-Preis Nominierungen für „Jetzt – Die erzählte Zeit“
Darmstädter Tage der Fotografie 2010 mit dem Thema „Jetzt - Die erzählte Zeit“
Fotofestival vom 23. bis 25. April 2010
Verlängerung des Engagements von Merck für den Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie bis 2013
Im sechsten Jahr der Darmstädter Tage der Fotografie wird unter den Ausstellern des Rahmenprogrammes zum 3.Mal der Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie vergeben.
Aus 480 Einsendungen hat die Jury für das Rahmenprogramm der nächsten Darmstädter Tage der Fotografie
im kommenden April 40 Arbeiten ausgewählt. Das Thema „Jetzt - Die erzählte Zeit“ wurde in großer Vielfalt bearbeitet und ermöglicht eine spannende Erweiterung der Positionen im Hauptprogramm. Die Jury bestand aus den Initiatoren und Vorsitzenden der Darmstädter Tage der Fotografie, Alexandra Lechner, Albrecht Haag, Gregor Schuster und Rüdiger Dunker sowie der Kuratorin Ute Noll von „on-photography.com“ und Prof. Dr. Kris Scholz von der h_da.
Der Merck-Preis
Aus der Auswahl für das Rahmenprogramm sind drei Arbeiten für den mit 5.000 Euro dotierten Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie nominiert. Dieser wird von dem Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck gestiftet und in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben.
Erst am Eröffnungstag – nach Berurteilung der gehängten Arbeit – wird einer der drei Nominierten als Preisträger ermittelt und am Abend geehrt. Die Preisverleihung findet am 23. April 2010 im Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe statt.
Die Nominierten 2010 sind:
Dirk Brömmel, Wiesbaden (D), "Villa Tugendhat"
Lea Golda Holterman, Tel - Aviv (IL), "Orthodox eros"
Alia Malley, Los Angeles (USA), "Southland"
Gefordert war eine eigenständige Bildsprache zur Visualisierung des eigenen Konzeptes unter dem Thema
„Jetzt - Die erzählte Zeit“, (Bilder und Texte auf Seite 3).
Der Merck-Preis wird fortgesetzt
Die Darmstädter Tage der Fotografie und das Darmstädter Unternehmen Merck werden die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Stiftung des Preises fort führen. Damit ist die Auslobung des „Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie“ bis 2013 gesichert.
Der „Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie“ hat in den vergangenen Jahren das Festival abgerundet und für viele Fotokünstler attraktiv gemacht. Die Zahl der Bewerber national und international um eine Teilnahme im Rahmenprogramm und damit auch um die Nominierung für den Preis ist kontiunierlich gestiegen.
Die positive Resonanz und die breite Akzeptanz bei den Künstlern und Besuchern bestätigen das Konzept des Preises „Best of Show“.
Die Darmstädter Tage der Fotografie 2010:
Zum sechsten Mal finden vom 23. bis zum 25. April 2010 die Darmstädter Tage der Fotografie statt, die eine internationale Plattform für Experten, Künstler und Interessierte bieten. Das Festival Darmstädter Tage der Fotografie hat sich in den letzten sechs Jahren etabliert und profiliert: Es setzt Themen und zeigt dazu die unterschiedlichsten Sichtweisen und Genres. Außerdem fördert es den interdisziplinären Diskurs durch ein eintägiges Symposium. Dort referieren Künstler, Philosophen, Kunsthistoriker, Medienschaffende und Experten zum jeweiligen Thema. Zum Festival erscheint ein Katalog und in der Dokumentation danach werden die einzelnen Aspekte zusammengefasst.
Das Festival zeigt traditionell eine Hauptausstellung im Designhaus auf der Darmstädter Mathildenhöhe und 40 Fotografen aus dem Wettbewerb um den Merck-Preis in verschiedenen Galerien, Museen, und sogenannten „OFF-Places“.
Im Designhaus werden auf Einladung 10 Positionen zum Thema „Jetzt - Die erzählte Zeit“ vorgestellt. An weiteren Ausstellungsorten in der Stadt werden die 40 Arbeiten aus dem Rahmenprogramm gezeigt.
Das gesamte Programm sowie alle teilnehmenden Künstler finden sich ab Februar auf der Website www.dtdf.de
Der zum Festival erscheinende Katalog ist ab dem 23. April 2010 verfügbar.
Die Jury, die für das gesamte Festivalprogramm verantwortlich ist, setzt sich zusammen aus:
- zwei externen Juroren
Ute Noll, Kuratorin, On-Photography.com
Prof. Dr. Kris Scholz, h_da Darmstadt, Fachbereich Gestaltung
- Vorstand der Darmstädter Tage der Fotografie e.V.
Albrecht Haag
Gregor Schuster
Alexandra Lechner
Rüdiger Dunker
Die Jury entschied im Dezember 2009 in 2 Sitzungen über die Auswahl.
texte zu den Arbeiten:
Dirk Brömmel, Wiesbaden (D), "Villa Tugendhat",
Dirk Brömmel versucht in seiner Serie aus „Sandwichmontagen“ das vergangene Privatleben der jüdischen Familie Tugendhat zu rekonstruieren. Der berühmte Architekt Mies van der Rohe errichtete für diese bedeutenden Textilfabrikanten in Brünn/Tschechische Republik die Villa Tugendhat. Ein Jahrzehnt später emigrierte die Familie 1938 aufgrund des Nationalsozialismus in Deutschland. Mit Hilfe eines elektronischen Verfahrens fügt Brömmel eigens gefertigte Aufnahmen der Villa aus jüngster Vergangenheit mit alten Fotos aus Alben der Familie Tugendhat zusammen. Er schafft damit Bilder von ergreifender emotionaler Authentizität.
Lea Golda Holterman, Tel - Aviv (IL), "Orthodox eros"
Lea Golda Holterman beschäftigt sich in ihrer Arbeit fotografisch mit dem gesellschaftlichen Image orthodoxer,
jüdischer Männer im Hinblick auf Sinnlichkeit und Eros. Die Porträts provozieren mit verführerischen Darstellungen, welche durch eine Mischung aus Dokumentation und inszenierter Fotografie resultieren. Durch den Einsatz bestimmter bildnerischer Stilmittel und symbolischer Attribute spannt die Fotografin inhaltlich und visuell einen weiten Bogen, der von der Kunstge-schichte über die Theorie der modernen Fotografie bis hin zu traditioneller jüdischer Philosophie viele interessante Ansätze bietet.
Alia Malley, Los Angeles (USA), "Southland"
Alia Malley untersucht in ihrer Serie urbane Orte, welche in jüngerer Vergangenheit verlassen wurden.
Die Photographien dokumentieren brach liegende Landschaften, welche durch eine temporäre Zweckentfremdung ihre
geografische Identität verloren haben. Durch diesen Übergangszustand, in welchem sie scheinbar „schweben“ erscheinen sie als Relikte vergangener Zeit mit rätselhaftem Charakter. Das anmutige und faszinierende Wesen der wilden Natur wird sichtbar. Durch die inhaltliche Inszenierung im Stil historischer und traditioneller Landschaftsmalerei und den bildnerischen Einsatz modernster Fotografietechnik verleiht die Fotografin ihrer Arbeit einen spannungsvollen Charakter, durch welchen sich die Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft scheinbar auflöst.
Falls Sie weitere Informationen benötigen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bildmaterial auf Anfrage.
Vielen Dank und schöne Grüße,
Alexandra Lechner & Albrecht Haag
