(openPR) (Gau-Algesheim) - Mit besten Wünschen für 2010 und einer pointierten Ansprache beim Neujahrsempfang der Gau-Algesheimer Union im 1444 als Amtssitz der kurmainzischen Verwaltung erbauten Schloß Ardeck setzte Dr. Annette Stegmayer, seit den Kommunalwahlen im Juni 2009 Sprecherin der CDU- Stadtratsfraktion drei Schwerpunkte: Kiesabbau am Laurenziberg, Einkaufen und Durchgangsverkehr, sowie Finanzmanagement als Beitrag zur Zukunftssicherung.
Die Fraktionsvorsitzende führte aus: "Mit dem klaren Wählerauftrag der Kommunalwahl kann die Arbeit für unsere Stadt mit neuem Schwung fortgeführt werden. Projekte aus der letzten Legislaturperiode konnten bis zum Jahresende 2009 endgültig abgeschlossen werden. Positiv ist, daß die fertig gestellten Einkaufsmärkte an der Rheinstraße neue Kunden gewinnen. Leider ereigneten sich an der Einfahrt schon einige schwere Unfälle. Bei der Überwachung des Durchgangsverkehrs durch verantwortliche übergeordnete Stellen bestehen für uns nachteilige Defizite. Die dadurch brisante Verkehrssituation muß entschärft, der Durchgangsverkehr beruhigt und sicherer werden. Unsere Verbesserungsvorschläge liegen vor, wurden aber von der Verbandsgemeindeverwaltung bisher nicht umgesetzt. In Höhe der Mainzer Straße fehlt Fußgängern und Radfahrern die Überquerungsmöglichkeit. Immer wieder gibt es beim Versuch, die Straße zu passieren, riskante Situationen. Der kürzere Weg wird von auch jugendlichen Sportlern genutzt, um zum ebenfalls fertig gestellten neuen Sportgelände zu kommen".
Dr. Stegmayer erinnerte daran, daß die Zukunftschancen von Stadt und junger Generation eine Einheit bilden: "Der Erweiterungsbau des städtischen Kindergartens hat Priorität und soll im Spätsommer 2010 eröffnet werden. Wegen uns durch die Landesregierung auferlegter Bürden ohne gleichzeitige Bereitstellung kostendeckender Zuschüsse müssen bei der akuten Finanzsituation alle anderen geplanten Projekte warten. Wir müssen 1. sparen, wo es geht und 2. die Einkünfte erhöhen, indem wir durchsetzen, daß die Umlagen an Landkreis und Verbandsgemeinde gesenkt werden. Der Respekt vor der Leistung von Ehrenamtlichen und Steuerzahlern gebietet, die ohnehin privilegierten Hauptamtlichen an den Grundsätzen der Wirtschaftsführung einer sparsamen Hausfrau zu messen. Warum bitteschön mußte der Landkreis Mainz-Bingen die Anzahl seiner hauptamtlichen Dezernenten verdreifachen? Diesen Luxus versteht kein Steuerzahler. Wir gucken nicht tatenlos zu, wenn zu Lasten unserer Heimatstadt agiert wird und augenscheinlich die Regionale Schule Christian Erbach in Gau-Algesheim zusammen mit dem Schulsportplatz bei einem aktuellen Wert von rund 6 Mio. Euro für lediglich 2,5 Mio. Euro von der Verbandsgemeinde an den Landkreis Mainz-Bingen verkauft wurde. Wurde diese Schule nicht seinerzeit als Volksschule mit den Steuergroschen der Gau-Algesheimer Bürger erbaut? Was heißt das bitteschön anderes, als daß sich unter den Händen von Verbandsgemeindebürgermeister Dieter Linck rund 3,5 Mio. Euro Vermögen der Verbandsgemeinde schlicht in Luft auflösten? Handlungen gegen die Interessen der Stadt Gau-Algesheim sind zu mißbilligen. Wir müssen 3. die Wertschöpfung in der Stadt verbessern. Eine guter Ansatz ist, Dachflächen zu vermieten, um durch Privatinvestoren Photovoltaikanlagen darauf installieren zu lassen."
Die Fraktionsvorsitzende zeigte sich als kompromißlose Anwältin der Interessen ihrer Vaterstadt: "Als kostbare Perle unserer Heimat muß der Laurenziberg als Erholungsgebiet zu 100% erhalten bleiben. Das ist für mich Herzensangelegenheit, plus persönliche Herausforderung und keinesfalls verhandelbar. Noch ist der Kiesabbau nicht vom Tisch. Unsere Hartnäckigkeit gegenüber der Firma Thomas Gaul zeigt aber bereits Wirkung. Hier heißt die Devise: Weiter miteinander reden, - weiter verhandeln - aber nichts unterschreiben, bevor unser Laurenziberg uneingeschränkt vom Kiesabbau verschont wird".
Dr. Annette Stegmayer schloß mit den Worten: "Mein letzter Gedanke gilt meinem Vorgänger im Amt Bernd Hassemer, dem das Wohl seiner Heimatstadt Gau-Algesheim immer am Herzen lag und der uns am 18. Oktober viel zu früh verlassen hat. Bernd ging es immer um die gute Sache. Dies ist sein Vermächtnis und bleibt Richtschnur unserer Politik".
-------------------------------------------------------------------------------












