(openPR) Nach Golf-Idol Tiger Woods hat ein zweiter US-Spitzensportler seine Werbepartner in erhebliche Schwierigkeiten gebracht. Als sich Basketball-Profi Gilbert Arenas am 15. Januar vor einem Gericht in Washington wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz für schuldig bekannt hat, gab Adidas bereits wenige Stunden später das sofortige Ende der Zusammenarbeit bekannt. Damit verliert der charismatische Spieler der Washington Wizards seinen wichtigsten Sponsor.
Auch sein Verein hat umgehend gehandelt und alle Merchandise-Artikel, Fotos und Banner im Stadionbereich entfernt, die NBA verhängte außerdem eine Sperre auf unbestimmte Zeit.
Arenas wird vorgeworfen, nach einem Streit mit einem Mitspieler vier Waffen demonstrativ vor den Schrank des Team-Kollegen im Umkleideraum des Stadions gelegt zu haben, darunter eine Automatik-Pistole und ein Revolver. Das Gericht wollte seiner Darstellung nicht folgen, es habe sich dabei lediglich um einen Scherz gehandelt. Bei einer Verurteilung droht eine Freiheitsstrafe.
Wie adnews-online berichtet, was Gilbert Arenas seit 2003 einer von vier Basketball-Profis, die als Spokesperson in der Adidas-Werbung auftraten. In der Kampagne "Impossible is nothing" hat er 2007 seine persönliche Geschichte erzählt. Die ersten 40 Spiele seiner NBA-Karriere saß er nur auf der Bank. Damals hat man ihm gesagt, dass er 0 Minuten spielen werde. Doch statt frustriert zu sein, hat er noch mehr trainiert. Dabei ging es ihm nicht mehr um Basketball. Er wollte allen beweisen, dass sie sich in ihm getäuscht haben.
Auch andere Fälle der letzten Monate zeigen, dass die Unternehmen schneller und konsequenter als früher auf Fehltritte ihrer prominenten Werbestars reagieren. Nach Bekanntwerden der zahlreichen Sex-Affären von Tiger Woods haben AT&T und Accenture ihre Verträge gekündigt und die kurzzeitige Verhaftung von Charlie Sheen wegen häuslicher Gewalt hatte zur Folge, dass Unterwäsche-Hersteller HANES die TV-Spots mit dem Hollywood-Mimen zurückgezogen hat und nicht mehr einsetzen will.













