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Wer nur Chancen hat, wird übermütig

(openPR) Talkgäste des DEAL TALK fordern Prinzip der persönlichen Haftung für Banker

Köln, 3. Dezember 2009. Gier und Leichtsinn waren die Zutaten, aus denen Banker die Finanzkrise brauten. Darin waren sich die vier Experten des Wirtschaftsgesprächs DEAL TALK im Rotonda Business-Club einig. „Wenn die persönliche Haftung ausgeschlossen ist und ein Akteur nur Chancen hat, dann gibt es auch Fehlverhalten“, brachte es Professor Albrecht F. Michler, Hochschuldozent für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, auf den Punkt. Die von Moderatorin Anné Schwarzkopf, Geschäftsführende Gesellschafterin von Pálffy + Thöne, und Ko-Moderator Paul Prandl, Stellvertretender Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins Capital, souverän geführte Runde überzeugte rund siebzig Zuhörer durch Sachkenntnis und Humor der Gesprächspartner.

Durch neue Gesetze die Haftung von Banken zu verstärken, sei ein Spagat, erklärte Frank Schäffler (FDP), Mitglied des Deutschen Bundestages, Obmann der FDP-Fraktion im Finanzausschuss und stellvertretendes Mitglied des Verwaltungsrats der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin): „Einerseits wollen wir die Einlagensicherheit für die Bürger garantieren, andererseits ist es ein Freifahrtschein, wenn Banken nicht pleitegehen dürfen.“ Er will die Eigenkapitalbasis der Banken stärken und die Kontrolle der Geldhäuser verbessern, indem die BaFin an die Bundesbank angegliedert und besser mit Personal ausgestattet wird.

Eine sehr sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter und persönliche Verantwortung seien die Voraussetzung dafür, dass Merck Finck & Co, Privatbankiers weitgehend unbeschadet durch die Krise gekommen ist, erläuterte Georg Freiherr von Boeselager, persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank: „Wir haben das Spiel nicht mitgespielt!“ Zu hohe Renditeerwartungen seien sowohl bei Banken als auch bei Kunden schädlich: „Die muss man dämpfen, indem man transparent über die Risiken aufklärt, die mit den hohen Chancen verbunden sind.“

Dass sich alle Risiken und damit Krisen vermeiden lassen, glaubt Professor Michler nicht. Er hält es auch nicht für sinnvoll: „Man muss die Krise zur Lösung von strukturellen Problemen nutzen.“ Deswegen sollte auch nicht jedes in Schieflage geratene Unternehmen mit öffentlichen Geldern vor einer Pleite gerettet werden. Dem stimmte Dr. Andreas Möhlenkamp, Rechtsanwalt und Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) grundsätzlich zu. Jedoch müsse die Politik Augenmaß beweisen: „Sonst droht im kommenden Jahr eine hohe Arbeitslosigkeit.“ Möhlenkamp forderte, das Prinzip der persönlichen Haftung auch in den Banken zu verankern: „Es kann den Menschen nicht mehr vermittelt werden und es stört zu Recht das allgemeine Gerechtigkeitsgefühl, dass einfache Mitarbeiter wegen einiger Bouletten entlassen werden und andere sich nach Milliardenverlusten noch mit einem goldenen Handschlag verabschieden.“

Vorbei ist die Krise noch nicht. Zwar erwarten alle Talkgäste für das kommende Jahr ein moderates Wachstum und zumindest für die ersten Monate einen weiteren Anstieg der Börsenkurse. Doch durch die Politik, mit Milliardenkrediten den Geldfluss in Bewegung zu halten, droht nun eine Inflation. FDP-Politiker Schäffler mahnte: „Wir bekämpfen die Krise von heute und denken nicht an morgen.“ Werde die Politik des billigen Geldes nicht beendet, steuere die Welt geradewegs in die nächste Krise.


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