(openPR) Fehlender Absatz, Überproduktion und Kurzarbeit. Die internationale Finanzkrise hat eine Branche besonders hart getroffen: Die Automobilindustrie. Dazu hielt Dr. Uwe Elsner, Leiter Umfeld- und Wettbewerbsanalyse der Volkswagen AG, am 3. Dezember 2009 einen informativen Gastvortrag an der Hochschule Harz (FH) unter dem Titel „Die Automobilindustrie im Lichte der Finanz- und Wirtschaftskrise“.
Auf Einladung von Prof. Dr. Niels O. Angermüller präsentierte der Referent den Studierenden des Fachbereichs Wirtschaftwissenschaften Zahlen, Hintergründe, und Zukunftspläne eines Global Players, um ihnen einen praxisbezogenen Einblick in das Thema Finanzmanagement und Finanzierung zu geben. Dr. Elsner erklärte dabei genau, wie es gerade im Automobilsektor zu rapiden Umsatzrückgängen kommen konnte. Der Einbruch des Hypothekenmarktes, die Solvenz- und Systemkrise im Finanzwesen, der Nachfragekollaps in der Realwirtschaft – all das führte zu einem starken Rückgang der Auslastung. Zudem erschwerten schwankende Inputfaktoren, wie der instabile Ölpreis, den Autohandel. Hinzu kamen Insolvenzen der Zulieferer und beim Handel. Dass trotz dieser Probleme vielen Firmen der völlige Bankrott erspart blieb, hat in den Augen des Referenten zwei Gründe: Zum Einen staatliche Unterstützungsprogramme, wie hierzulande die Umweltprämie, die vor allem Herstellern von Kleinwagen geholfen hat, zum Anderen die positive Entwicklung des Marktes in den so genannten BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China).
Dr. Uwe Elsner betonte, dass sich die Volkswagen AG im Vergleich zu anderen Akteuren gut geschlagen habe und die Krise als zumindest graduell gemeistert betrachte. Der Konzern will sich den kommenden Herausforderungen stellen und sieht seine Vorteile vor allem im umfangreichen Produktportfolio und der angestrebten Technologieführerschaft mit Hilfe emissionsarmer Antriebstechnologien. Im globalen Wettbewerb steht VW derzeit auf Platz 3 des Absatzrankings, was Dr. Uwe Elsner positiv stimmt: „Die Zukunft der Automobilindustrie sehe ich als hochdynamisch. Hierfür ist die Volkswagen AG exzellent ausgerüstet!“.










