(openPR) Konjunkturelle Erholung sorgt für positive Entwicklung bei Stadthotels - Verluste für Wellnesshotels
München, 23. November 2004 – Nach drei schwierigen Jahren deutet sich für Deutschlands Hotellerie eine deutliche Erholung an: die Koffer werden wieder häufiger gepackt, insbesondere im Segment der Geschäfts- und Städtereisen. Für 2004 und 2005 erwarten die Hoteliers steigende Auslastungen. Während die Stadthotellerie bereits 2004 zu den Gewinnern zählt und von der steigenden Zahl ausländischer Gäste profitiert, erwartet die Resorthotellerie erst 2005 eine Erholung der Nachfrage. Dies bestätigt die aktuelle Ausgabe des Betriebsvergleichs „Hotel Performance Trends 2004“ der Münchner Unternehmensberatung hotelbiz consulting.
„Die Stadthotellerie in Deutschland hat nach drei schwierigen Jahren wieder Zuwächse zu verzeichnen“, so Jörg Föllmer, Geschäftsleitung von hotelbiz consulting. „Endlich wächst die Nachfrage wieder stärker als das Angebot.“ Zu verdanken sind die Steigerungen vor allem ausländischen Touristen: Die Destination Deutschland erfreut sich international steigender Beliebtheit. Profitieren können vor allem Städte mit einem hohen Anteil ausländischer Gäste.
„Vor dem Hintergrund des anhaltenden Baubooms von neuen Hotelbetten in den Großstädten ist die Belebung auch dringend notwendig“, so Föllmer weiter. „In den vergangenen Jahren hat die rückgängige Nachfrage bei gleichzeitig steigenden Bettenkapazitäten die Auslastung der Stadthotels empfindlich verringert.“
Der Abwärtstrend der Stadthotellerie scheint vorerst gestoppt. Lag der Umfrage unter 4.000 Hotels zufolge die Zimmerauslastung in den 10 wichtigsten Städten Deutschlands 2003 noch bei 61%, so erwarten die Hoteliers für 2004 und 2005 immerhin Zuwächse bei der Auslastung von 3% und 2%. Die steigende Auslastung führt zu entsprechend positiven Erwartungen hinsichtlich Umsatz und Ergebnis.
Jedoch gibt Föllmer zu bedenken: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.“ Angesichts des Bettenbooms in den Großstädten bedürfe es mehrerer Jahre anhaltenden Nachfragewachstums, bis die touristischen Metropolen in Deutschland wieder zu ihren Auslastungsniveaus von 65% und mehr zurückfinden. Mit der Belebung der Nachfrage in 2004 sei der erste Schritt immerhin getan. „Der Optimismus der Branche für 2005, die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung sowie die Fußball-WM 2006 geben Anlass zur Hoffnung, dass die Renditen für Hotelinvestments in Deutschland mittelfristig wieder steigen“, so der Experte.
Hotelinvestments in kleineren Städten seien nach Ansicht der Berater nur bedingt eine Alternative zu den Top Städten. Auch hier seien die Risiken nicht zu unterschätzen. So liegt die Zimmerauslastung der Stadthotels an regionalen Standorten bei nur 54%. „Ein Break-Even ist damit nur schwer zu erreichen“, urteilt Föllmer.
Die Resort- und Ferienhotellerie erwartet 2004 angesichts der schwächelnden Konsumnachfrage der Deutschen noch keine großen Sprünge. Auch Wellnesshotels verspüren den zunehmenden Wettbewerbsdruck in ihrem Segment. Ab 2005 erwarten die Resorthotels eine Steigerung von 2% bei der Auslastung und eine Steigerung von 1% bei der Zimmerrate. Insgesamt dürften sich die Ergebnisse um 5% verbessern.
Optimistisch – wenn auch etwas verhaltener – gibt sich der Umfrage zufolge die Gruppe der Appartement- und Boardinghäuser. An eine nachhaltige Verbesserung glauben die Berater jedoch erst, wenn sich die konjunkturelle Belebung in Deutschland verstärkt und am Arbeitsmarkt für zusätzliche Einstellungen sorgt. „Dann profitieren Boardinghäuser von den Wohnortwechseln, die häufig mit mehrmonatigen Boarding-Aufenthalten provisorisch überbrückt werden“, so die Berater.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse steht für Interessierte unter www.hotelbiz.de als Download zur Verfügung. Erstmals können ab 5 Euro auch einzelne Module, z.B. für Wellness- oder Ferienhotels, bestellt werden. Die komplette Studie ist für 125 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) erhältlich. Weitere Infos unter Telefon 089-620 60 900 oder www.hotelbiz.de.
Grundlage der Daten:
Grundlage der Daten ist der Betriebsvergleich „Hotel Performance Trends 2004“, der jährlich, nun zum dritten Mal, erscheint. Insgesamt nahmen über 300 Hotels aller Kategorien am Betriebsvergleich teil. Befragt wurden die Hoteliers über ihre wirtschaftliche Situation in 2002 und 2003 sowie über ihre Stimmung für 2004 und 2005. Grundlegend neu ist, dass einzelne Betriebstypen berücksichtigt werden und die Teilnehmer auch eine Prognose ihrer künftigen Performance abgeben. Sowohl der national gebräuchliche Kontenrahmen SKR 70 als auch der international übliche Uniform Systems of Accounts (USALI) wurden dabei berücksichtigt.
Zeichen (inklusive Leerzeichen): 4.733
Zeilen: 79
Belegexemplar erbeten.
Den Text der Presseinformation sowie Fotomaterial finden Sie auch unter www.hotelbiz.de, > "Über uns" > "Presse" > "Presseinformation" .











