(openPR) Das Oldenburger Verkehrsunternehmen Publicexpress fordert bei der Marktöffnung des Fernbuslinienverkehrs klare und faire Regeln für den zukünftigen Wettbewerb. Mittelständischen Unternehmen müssen Chancen eingeräumt werden, um auch weiterhin Innovationen und Fortschritt zu fördern und um eine Monopolsituation im Verkehrsmarkt zu verhindern.
Die angekündigte Marktöffnung im Fernbuslinienverkehr kann nach Ansicht von Publicexpress nur unter klaren Wettbewerbsregeln durchgeführt werden. Die Wettbewerbsnachteile des Fernlinienbusses gegenüber dem Schienenverkehr müssen konsequent abgebaut werden.
Als einziger Verkehrsträger ist der Fernbuslinienverkehr beispielsweise bei der Tarifgestaltung erheblich benachteiligt. Jede Preisänderung bei den Tickets ist genehmigungspflichtig. Damit besteht ein klarer Wettbewerbsnachteil gegenüber Schienen- und Luftverkehr. Gerade die öffentlich subventionierten Ländertickets machen es Wettbewerbern zudem fast unmöglich, attraktive Angebote auf mittleren Relationen umzusetzen.
Angebotsvielfalt statt Monopol
Die Deutsche Bahn AG und ihre Tochtergesellschaften sind schon jetzt die führenden Anbieter von Fernbuslinien in Deutschland. Durch die klare Konzernstrategie wird die Monopolstellung der Bahn AG weiter ausgebaut. Auf den Strecken Hamburg – Berlin oder Berlin – Dresden gibt es trotz unterschiedlicher Angebote jeweils nur einen Anbieter. Der Nah- und Fernverkehr auf der Schiene und auch der Busverkehr werden vom gleichen Unternehmen betrieben. Die Politik hat dieser offensichtlichen Entwicklung bislang tatenlos zugesehen. Auch die neueste Initiative des Verkehrsriesen Bahn AG, Fernbuslinienverkehr zwischen Nürnberg und Prag einzuführen, zeigt deutlich das Interesse am Fernbuslinienverkehr. Doch hier wird fein differenziert: solange die Bahn selbst solche Verkehre einführt oder betreibt, scheint dieses in Ordnung zu sein. Die Bemühungen anderer Verkehrsunternehmen werden allerdings massiv behindert und landen nicht selten in gerichtlichen Auseinandersetzungen.
Politik ist gefordert
„Deshalb ist es gerade jetzt notwendig, klare Wettbewerbsregeln für den Verkehrsmarkt der Zukunft aufzustellen“; so Christoph Marquardt, Inhaber des Verkehrsunternehmens Publicexpress. Die Politik ist nun gefordert sich auch über die Rahmenbedingungen Gedanken zu machen. Eine Marktöffnung und Liberalisierung allein wird nicht zu einer Verbesserung der Situation beitragen. Gerade die Innovationen und Impulse aus den mittelständischen Betrieben müssen genutzt werden. Marquardt warnt ausdrücklich vor niederländischen Verhältnissen. Im benachbarten Holland wird der Markt nur noch von drei bis vier Verkehrskonzernen beherrscht, was verheerende Auswirkungen auf Wettbewerb und Qualität hat.












