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Ifo/ICC-Index – Weltwirtschaft erholt sich trotz bestehender Probleme

(openPR) Die Stimmung in der Wirtschaft hellt sich weiter auf. Der Ifo/ICC-Index zum Weltwirtschaftsklima für das vierte Quartal ist nun bereits zum dritten Mal in Folge beträchtlich gestiegen. Vor allem die Erwartungen für die nächsten sechs Monate sehen deutlich besser aus, auch die aktuelle Situation wird von den befragten Wirtschaftsexperten positiver beurteilt.

Der von der Internationalen Handelskammer (ICC) und dem Ifo Institut für Wirtschaftsforschung quartalsweise veröffentlichte Indikator stieg seit Juli von 78,7 auf nun 90,4 Punkte. Die Wirtschaftslage hat sich dabei in allen bedeutenden Wirtschaftsregionen verbessert. Dies gilt insbesondere für den asiatischen Raum.

„Die Erholung der Weltwirtschaft ist im Wesentlichen auf die wirtschaftliche Dynamik in Brasilien, Indien, China und weiteren asiatischen Ländern zurückzuführen", sagte ICC-Generalsekretär Jean Rozwadowski. „Auch in den USA gibt es Anzeichen für eine Erholung, allerdings sollten wir nicht übertrieben zuversichtlich sein und gar glauben, das Schlimmste sei schon geschafft."

Dem Bericht zufolge sind die wirtschaftlichen Erwartungen fast überall optimistisch. Ausnahmen sind einige Länder in Zentral- und Osteuropa. Doch sehen die Befragten auch viele Probleme, bevor die Weltwirtschaft wieder ohne Hilfe von Konjunkturpaketen wachsen wird.

Die Arbeitslosigkeit wird von den 1.026 Wirtschaftsexperten, die im Oktober in 86 Ländern befragt wurden, neben mangelnder Nachfrage und öffentlicher Verschuldung als größtes Problem genannt. Groß angelegte Regierungsprogramme haben zwar bis jetzt eine entscheidende Rolle bei der Rezessionsbekämpfung gespielt. Allerdings lässt die steigende Staatsverschuldung nach Aussage der Experten nur wenig Spielraum für weitere Stimuluspakete.

Nachhaltige Wachstumsraten könnten nur erreicht werden, wenn die Weltwirtschaft wieder in der Lage ist, aus eigener Kraft neuen Schwung zu finden, so der Report. Dabei liegen die Hoffnungen vor allem auf den Schwellenländern, vornehmlich Asien.

Die Anzahl der befragten Experten, die den Euro als überbewertet einschätzen, ist seit der letzten Befragung gestiegen. Zudem rechnet man mit einer weiteren Schwächung des US-Dollars in den kommenden Monaten.

Erwartet wird ein leichter Anstieg der Verbraucherpreise in den kommenden sechs Monaten. Dies steht in starkem Kontrast zu den letzten vier Befragungen. Dort wurde jeweils eine Verringerung der Verbraucherpreise vorhergesagt. Die befragten Experten gehen von einer weltweiten Inflationsrate von 2,5 % für 2009 aus, 2008 waren es 5,4 %.

Im Euroraum ist das Wirtschaftsbarometer gestiegen. Dennoch ist die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in allen Euroländern - außer Zypern - schwach. Besonders günstig schätzt man die Entwicklungen für die nächsten sechs Monaten in Italien, Deutschland, der Niederlande und Portugal ein. Etwas weniger optimistisch fallen die Erwartungen für Österreich, Frankreich, Finnland, Belgien, Slowenien und die Slowakei aus. Eine eher schleppende Erholung wird für Spanien und Griechenland erwartet; für Irland geht man sogar von einer weiteren Verschlechterung aus.

Auf dem asiatischen Kontinent konnte die deutlichste Erholung verzeichnet werden, auch für das erste Halbjahr 2010 wird weiteres Wachstum vorausgesagt. Das chinesische Konjunkturpaket hat die Inlandsnachfrage verstärkt und Importe in die Höhe getrieben, wovon auch die Weltwirtschaft profitiert.

Für Japan und Taiwan berichten die Experten jedoch von einer aktuell schwachen Konjunktur. Dort sorgen Arbeitslosigkeit und geringe Nachfrage für schlechte Zahlen. Gleichwohl deuten die Erwartungen aber auch hier auf eine wirtschaftliche Erholung hin.

Auswirkungen einer CO2-reduzierten Wirtschaft
Die Antworten auf die ICC-Spezialfrage zeigen, dass die Wirtschaftsexperten davon ausgehen, dass der Umbau zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft umfassende Geschäftsmöglichkeiten in den jeweiligen Ländern mit sich bringen wird. In Westeuropa sind 78 Prozent der Befragten der Ansicht, dass der Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft neue Chancen für Unternehmen bietet, in Asien sind es 71 Prozent und im Nahen Osten 68, in Zentral- und Osteuropa 66 und in Nordamerika 63 Prozent.

Der Bericht weist aber auch darauf hin, dass der weiteren Verbreitung umweltfreundlicherer und klimaschonenderer Produkte und Dienstleistungen beträchtliche Innovationshindernisse entgegenstehen. So würden häufig dafür notwendige gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen fehlen.

Zum ICC/Ifo-Indikator:
Die 1981 von der Internationalen Handelskammer (ICC) entwickelte Umfrage wird mit dem ifo Institut regelmäßig als Quartalsbefragung in vielen Ländern zum jeweiligen Wirtschaftsklima und anderen ökonomischen Faktoren durchgeführt.

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