(openPR) Ingenieure aus verschiedenen Branchen trafen sich mit Vertretern von Hochschulen auf der diesjährigen Konferenz der Gesellschaft für Systems Engineering e.V. zum Austausch über die Verbesserung von komplexen Entwicklungen, damit diese schneller und mit einer höheren Qualität unter den Vorgaben des Marktes realisiert werden können.
Die zweitägige Konferenz der Gesellschaft für Systems Engineering e.V. (GfSE) fand in diesem Jahr am 12. und 13. November in Friedrichshafen statt. Begrüßt wurden die Teilnehmer der Konferenz von Herrn Fiderer von der IHK Bodensee-Oberschwaben, der seine berufliche Laufbahn auch als Ingenieur begonnen hatte, und nun die Firmen im Bereich Innovationen unterstützt. Die Region zeichnet sich besonders durch eine vergleichweise hohe Anzahl an Patenteinreichungen und Patenten im Vergleich zu anderen Regionen aus. Weiterhin sei der Einsatz systematischer und übergreifender Methoden zur Lösungsfindung ein Erfolgskriterium für Firmen, die im Weltmarkt bestehen wollen, so Herr Fiderer. Dieses kam auch durch die fachliche Herkunft der Teilnehmer zum Ausdruck, die aus dem Ingenieurwesen sowie aus der Wirtschaftsinformatik, Produktionslogistik, Medizintechnik und der Finanzwelt stammen. Auch waren Softwarehersteller vertreten, die in einer kleinen Ausstellung die neuesten Produkte demonstrierten. Einige der Mitglieder aus der Schweiz nutzten ebenfalls die Gelegenheit an der Konferenz teilzunehmen.
Inhaltlich wurden sowohl Themen aus der Forschung der Hochschulen zum Thema Systems Engineering vorgestellt als auch neue Standards, die gerade im September zum Thema modellbasierte und fachübergreifende Entwicklung verabschiedet wurden. Herr Prof. Ortmeier von der Universität Madgeburg stellte einen Ansatz vor, in dem auch die Sicherheitsanalyse mit in die Entwicklungsumgebung von Ingenieuren eingebunden werden kann. Dieses ist besonders bei sicherheitskritischen Systemen ein wichtiger Aspekt, damit die Einflüsse der Sicherheitsanforderungen zu einem frühen Zeitpunkt in die Entwicklung mit einer einheitlichen Sichtweise und Sprache berücksichtigt werden. Weitere Themen befassten sich mit dem zentralem Thema der Konferenz, der Herleitung der System Architektur mit Unterstützung der Softwaresprache SysML, dem Anforderungsmanagement und modellbasierte Entwicklung. Speziell in der Abendveranstaltung konnten sich die Teilnehmer bei einer Führung durch das Zeppelinmuseum über die Herausforderungen der damaligen Zeit machen. Gewichtsoptimierungen, Dauerbetrieb von Motoren in höheren Luftschichten, Bauraumenge und Änderungen der Anforderungen auf Wasserstoffnutzung stellten schon damals die Herausforderungen an die Entwickler und Betreiber von Luftschiffen dar. Die Abschlusspräsentation entführte die Teilnehmer am Freitag dann in den Weltraum. Herr Dr. Raatschen von der EADS Astrium GmbH hielt einen Vortag mit dem Thema „Wie leben und arbeiten Astronauten im Weltraum“ unter Einbeziehung eines kleinen Filmes, der allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Im kommenden Jahr wird die Konferenz in Hamburg stattfinden. Der Aufruf zu Beiträgen wird Ende des Jahres auf der Homepage der GfSE zur Verfügung gestellt.
Im Anschluss an die Konferenz trafen sich die Mitglieder zur jährlichen Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Systems Engineering e.V. bestätigte den bisherigen Vorsitzenden Sven-Olaf Schulze von Berner & Mattner Systemtechnik GmbH aus Hamburg und den stellvertretenden Vorsitzenden Jan Witte von Intermiranda aus Scheyern in ihren Ämtern. Der bisherige Schriftführer Herr Wolfram Knorr von EADS Astrium GmbH aus Friedrichshafen stand aus beruflichen Gründen nicht wieder zur Wahl. In einer kurzen Ansprache drückte er sein tiefes Bedauern aus und wünschte dem neuem Vorstand weiterhin viel Erfolg. Der Kandidat Herr Friedrich-Joachim Scheerer von der EADS Defence Electronics GmbH in Ulm wurde daraufhin zum neuen Schriftführer gewählt. Herr Rüdiger Kaffenberger aus Backnang wurde als Kassenwart im Amt bestätigt. Ziel des neuen Vorstandes ist es, die momentane Situation der Ingenieure der betroffenen Wirtschaftszweige durch geeignete Hilfen zu unterstützen und das Servicekonzept der GfSE e.V. zu verbessern. Der Vorstand wurde auf Grund der neuen Satzung für 2 Jahre gewählt. Außerdem stimmte die Mitgliederversammlung den Änderungen der Studienpreisordnung zu. Die Ausschreibung für den Studienpreis 2010 wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Hochschulen werden hiermit aufgefordert, die besten Master- und Diplomarbeiten einzureichen.










