(openPR) Düsseldorf - Wie andere Branchen im Endkundensegment setzt auch die deutsche Mobilfunkbranche ihre Hoffnung auf das Weihnachtsgeschäft 2004. "Wir erwarten ein Umsatzplus von etwa fünf Prozent für das Weihnachtsgeschäft der Gesamtbranche", so Uwe Bergheim, Vorsitzende der Geschäftsführung von E-Plus http://www.eplus.de gegenüber dpa. Nach Angaben Bergheims sind im vergangenen Jahr in der Vorweihnachtszeit rund ein Drittel aller Handys des gesamten Jahresgeschäfts verkauft worden. E-Plus setzt dabei weiter auf die Attraktivität von neuen Features: Kamera-Handys und Geräte mit UMTS-Unterstützung sollen die Käufer animieren. Bemerkenswert ist, dass zur gleichen Zeit vermehrt Marktstudien wie von CapGemini http://www.de.capgemini.com/servlet/PB/menu/1003528/index.html auftauchen, aus denen hervorgeht, dass die Handy-Nutzer in erster Linie einfach und günstig telefonieren wollen, während die Bedeutung erweiterter Features und Leistungsmerkmale von der Herstellern und Netzbetreibern deutlich überschätzt wird.
Die CapGemini-Studie „Recharging Mobile Innovation“ bietet nach Feststellung von Omar Khorshed, Vorstandsvorsitzender der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de, zwar keine grundlegend neuen Erkenntnisse, aber bringt einige Marktbeobachtungen auf den Punkt: „Der Preis für das mobile Telefonieren und die Netzabdeckung, das sind für die Anwender die wichtigsten Kriterien. Erstaunlich ist, dass das nach rund zwölf Jahren GSM immer noch Themen sind. Es zeigt sich, dass von vielen die Tarife als zu hoch empfunden werden, und dass auch die Qualität und Verfügbarkeit der Netze häufig nicht befriedigend sind“.
Letzteres, so Khorshed, sei auch ein Ergebnis der Sparpolitik, die die Netzbetreiber in den vergangenen drei Jahren beim GSM-Netzausbau betrieben hätten. Die Netzkapazitäten seien daher nicht mehr so üppig erweitert worden wie noch in den neunziger Jahren. Das Thema der Preise für Mobilfunkgespräche in Deutschland ist seit einiger Zeit in Diskussion, bis hin zu Regulierungskreisen. Auch im europäischen Vergleich gehören die mobilen Gesprächsminuten zu den teuersten. Tatsächlich sind neben den Verbindungspreisen für die Hauptverkehrszeit auch die in den Mobilfunknetzen terminierenden Telefongespräche neben dem Geschäft mit den SMS die „Cash Cow“ der Netzbetreiber. Sie stehen vor dem Dilemma, dass neue Dienste wie WAP, GPRS und MMS sich nicht durchsetzen, nicht zum Massengeschäft entwickeln und somit Investitionen in neue Netztechnik fragwürdig ist. Also muss die installierte GSM-Infrastruktur weiter Profite abwerfen und die Preise werden von allen vier Netzbetreibern in Deutschland gleichermaßen hochgehalten.







