(openPR) Pralinen, Schokolade und andere Süßigkeiten sind in Schachteln mit Kunststoffeinsätzen verpackt. Diese Einsätze werden aus Kunststoff-Folien durch Tiefziehen hergestellt.
Eine relativ neue Entwicklung sind Einsätze aus Biokunststoff. Beim Tiefziehen von Biokunststoffen der Firma Plantic aus Schorba bei Jena helfen Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight. Sie übertragen Energie kontaktfrei und erzeugen Wärme erst im Material. Dadurch kann die Erwärmung gezielt und schnell erfolgen, das optimiert den Tiefziehprozess und hilft Ausschuss zu vermeiden.
Biokunststoffe sind umweltfreundlich, nicht zuletzt, weil sie aus nachwachsenden Rohstoffen und nicht aus Erdöl hergestellt werden. Zudem sind sie abbau- und auch kompostierbar. Plantic Technologies Ltd., hat einen Biokunststoff aus pflanzlicher Stärke von nicht-genmanipulierten Maispflanzen entwickelt und patentiert.
Aus dieser Maisstärkefolie werden Trays, Blister und Sortiereinsätze in Pralinenverpackungen hergestellt. Dazu muss die Folie erhitzt und dann tief gezogen werden. Üblicherweise geschieht dies bei konventionellen Kunststoff-Folien in mehreren Takten von je etwa zwei Sekunden Erwärmung, bis die Umformtemperatur erreicht ist. Eigenschaften wie Festigkeit, Flexibilität und Stabilität der Maisstärkefolie können jedoch durch lange Aufheizzeiten erheblich gemindert werden, denn wenn im Thermoformprozess das Wasser aus der Folie entweicht, kann dies zur Versprödung führen.
Plantic testete zusammen mit Heraeus verschiedene Möglichkeiten, den Erwärmungsprozess zu optimieren. Kurzwellige Strahler erwiesen sich als besonders geeignet, da sie die Folie mit hoher Leistung in etwa zwei Sekunden auf die Umformtemperatur von ca. 140 °C bringen, so schnell, dass kaum ein Wasserverlust dabei auftritt. Ein Modul mit überlappenden Strahlerenden und verschiedenen Zonen, die einzeln geregelt werden können, sorgt nun für eine homogene Temperaturverteilung auf der Folie. Damit wurde der Tiefziehprozess für Maisstärkefolien optimiert, im Einsatz zeigt sich zudem, dass der Ausschuss beim Anfahren des Prozesses minimiert werden konnte.
Infrarot-Strahler übertragen Energie dagegen kontaktfrei und erzeugen erst im Material Wärme. Kurzwellige Infrarot-Strahler besitzen Reaktionszeiten im Sekundenbereich, dadurch können sie gut gesteuert werden. Sie übertragen Wärme schnell und mit hoher Leistung. Infrarot-Strahler müssen nur dann eingeschaltet werden, wenn Wärme benötigt wird, das spart Energie.
Heraeus Noblelight bietet das komplette Spektrum an Infrarot-Wärme vom sehr kurzwelligen NIR bis zum mittelwelligen Carbon Infrarot CIR. Heraeus hat mehr als 40 Jahre Erfahrung mit Infrarot-Strahlern und führt in hauseigenen Anwendungszentren praxisnahe Tests mit Kundenmaterialien durch, um die optimale Prozesslösung zu finden.













