(openPR) Die Infrarot-Wärmetechnologie wird seit Jahrzehnten in der industriellen Fertigung eingesetzt, relativ neu ist der Einsatz dieser Technologie jedoch in der Medizintechnik. Seit einiger Zeit helfen Infrarot-Strahler bei Wärmeprozessen direkt am Patienten oder indirekt bei der Herstellung medizinischer Produkte. Infrarot-Strahler erwärmen Gewebe vor dem Fettabsaugen und sie helfen beim Entfernen von Falten. Die Strahler trocknen Granulat, vulkanisieren Schläuche oder aktivieren Kleber auf Pflastern.
Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight übertragen Wärme kontaktfrei und lassen sich sehr gut regeln. So können empfindliche Prozessbedingungen auch in Reinräumen genau eingehalten werden.
Infrarot-Wärme trocknet Lack und erwärmt Kunststoff, das ist bekannt. Ebenso kennen viele die alten Infrarot-Wärmestrahler in Badezimmern oder bei der Ferkelaufzucht. Aber ein Einsatz in der Medizintechnik?
Die modernen Infrarot-Strahler bieten allerdings viel mehr, als etwas einfach nur warm zu machen. Vor allem übertragen sie Energie sehr präzise und ausgerichtet auf die Eigenschaften des Produktes und die Erfordernisse des Fertigungsschrittes. Moderne Infrarot-Strahler lassen sich in Wellenlänge, Form und Leistung exakt dem Wärmeprozess anpassen und reagieren innerhalb von Sekunden auf Steuerbefehle. So werden Temperaturprofile möglich und auch schwierige Prozessbedingungen können genau eingehalten werden.
Ein sehr großer Vorteil der Infrarot-Wärmetechnologie ist es, dass die Energie durch elektromagnetische Strahlung übertragen wird und die Wärme so erst im Produkt entsteht. Dazu ist kein Kontaktmedium wie Luft oder Gas nötig. Das minimiert Kontamination und macht Wärmeprozesse im Reinraum oder im Vakuum möglich.
Direkt eingesetzt wird Infrarot-Strahlung bereits für die Heilung von Hautkrankheiten, hier muss die Haut mit ganz bestimmten Wellenlängen bestrahlt werden. Ebenso können Falten mit speziellen kurzwelligen Strahlern entfernt werden. Erste gute Ergebnisse gibt es auch bei der Fettabsaugung. Mittelwellige Carbon Strahler erwärmen das Körperfett vor der eigentlichen Absaugung und dadurch wird das Ergebnis deutlich verbessert.
Wesentlich stärker werden die Infrarot-Strahler bereits indirekt in der Medizintechnik eingesetzt. Infrarot-Wärme verschweißt Filter berührungslos und kostengünstiger als Ultraschall, trocknet Farbe oder Beschriftung auf Spritzen, Schläuchen, Flaschen oder anderen Behältern und schrumpft Folien auf Schläuche. Elastische Binden, Vliese, Pulver oder Granulate werden effizient getrocknet und störende Grate auf spritzgegossenen Kunststoffmaterialien können einfach abgeschmolzen werden.
Hier ist Infrarot-Wärme von Vorteil, weil sie Ecken, Kanten und sehr kleine Bereiche gezielt erwärmt und dabei der Rest des Produktes oder die Anlage vergleichsweise kühl bleibt. Strahler aus Quarzglas können sogar dreidimensional den Bereichen nachgeformt werden, die Wärme brauchen. Infrarot-Wärme hat im Gegensatz zu heißer Luft eine sehr hohe Wärmeübertragungskapazität, das beschleunigt Wärmeprozesse. So kann entweder der Produktdurchsatz erhöht oder der Ofen verkürzt werden.
Heraeus Noblelight bietet Infrarot-Strahler passend für Produkt und Prozess, vor allem aber die Möglichkeit, auch empfindliche Prozesse praxisnah im hauseigenen Anwendungszentrum auszutesten. Tests werden von Technikern und Anwendungsspezialisten begleitet und Computer gestützt mit dem Anwender ausgewertet.
Heraeus Noblelight
Reinhard-Heraeus-Ring 7
63801 Kleinostheim













