openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Krankenkassen treiben die Abgabe orthopädietechnischer Hilfsmittel durch Apotheken voran

09.11.200909:56 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Krankenkassen treiben die Abgabe orthopädietechnischer Hilfsmittel durch Apotheken voran

(openPR) AOK und BKK Landesverband Bayern bieten den Apotheken Verträge zur Versorgung mit Bandagen und konfektionierten Orthesen an.

Bisher waren Hilfsmittel mit einem Anteil von rund 4 Prozent am Apothekenmarkt für die meisten Apotheken lediglich ein Randsortiment. Das wollen AOK und BKK Landesverband Bayern in Zukunft ändern. Seit November 2009 ist ein eigens für Apotheken entworfener Beitrittsvertrag nach § 127 Abs. 2 SGB V veröffentlicht, mit dem sich die fast 3.000 ayerischen Apotheken ab Januar 2010 mit minimalen Aufwand an dem lukrativen Hilfsmittelmarkt der Bandagen und konfektionierten Orthesen beteiligen können.



Erstmals bieten die Krankenkassen Beitrittsverträge für die Berufsgruppen Kaufleute des Sanitätsfachhandels, Orthopädieschuhtechniker und Apotheker mit sehr unterschiedlichen Vertragsinhalten an.

Die personellen und fachlichen Anforderungen, um diesen Verträgen als Apotheker beizutreten, unterscheiden sich erheblich von den Voraussetzungen für Sanitätshäuser und Orthopädieschuhtechniker.

Das Sanitätshaus muss einen Meister oder Orthopädieschuhtechniker mit einer berufspraktischen Erfahrungszeit von mindestens zwei Berufsjahren nach der abgeschlossenen Ausbildung nachweisen. Zudem ist der fachliche Leiter Medizinprodukteberater.

Beim Apotheker reicht die Teilnahme des Fachpersonals an Fortbildungsveranstaltungen für den Bereich der Bandagen und konfektionierten Orthesen. Die Zertifikate für die Fortbildung können selbstverständlich vom Bayerischen Apothekerverband ausgestellt werden. Bei diesen Fortbildungen werden so wichtige Ausbildungsinhalte wie medizinische Grundkenntnisse, Produktübersichten oder Anwendetechniken vermittelt.

„Es ist offensichtlich, dass AOK und BKK Patienten zukünftig mit Bandagen und konfektionierter Orthopädietechnik in bayerischen Apotheken versorgt werden sollen“, sagt Thomas Bade, Geschäftsführer der Salenus GmbH.

Allein die Anzahl der Apotheken in ländlichen Regionen und kleinen Städten lassen dem Sanitätshaus oder Orthopädieschuhtechniker keine Chance mehr. Zumal die Krankenkassen ab Januar 2010 neben den Verordnungen zugelassener Vertragsärzte auch nicht förmliche ärztliche Bescheinigungen durch zugelassene stationäre oder teilstationäre Einrichtungen akzeptieren.

Dies ist eine Steilvorlage für alle Krankenhausapotheken und der Markt wird sehr schnell reagieren und sich entsprechend verändern.

Generös zeigen sich die Krankenkassen auch beim Nachweis von Qualitätsmanagement Systemen.

Dem Apotheker reicht das QMS der Landesapothekerkammer. Sollte ein Zertifikat nicht zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vorliegen, wird eine großzügige Übergangsfrist von 18 Monaten ab Beitritt zum Vertrag gewährt.

Wenn Orthopädieschuhtechniker oder Kaufleute des Sanitätsfachhandels noch kein zertifiziertes Qualitätsmanagement System nachweisen können, wird ihnen von den Krankenkassen lediglich eine Frist von 6 Monaten ab Vertragsbeginn gewährt.

Die Präsenz des fachlichen Leiters im Sanitätshaus ist bei allen Versorgungsschritten, der Auswahl, Erprobung und Abgabe sowie bei Reparaturen sicherzustellen. In den Apotheken reicht das fortgebildete Personal aus. Obwohl Apotheker eigentlich keine Maßanfertigungen durchführen dürfen, sind aber Maßanfertigungen im ersten halben Jahr nach Abgabe an den Versicherten mindestens einmal auf Passgenauigkeit und Sitz auch durch den Apotheker zu kontrollieren.

Schlüssig sind die Vertragswerke nicht und Juristen bereiten sich wahrscheinlich schon darauf vor, die unterschiedlichen Berufsausübungsregeln in den Verträgen der öffentlichen Auftraggeber vor die Gerichte zu bringen.

Immerhin werden sowohl bei Apothekern als auch bei den Kaufleuten des Sanitätsfachhandels oder Orthopädieschuhtechnik Unternehmen empfindliche Vertragsstrafen bei Nichterfüllung der fachlichen oder personellen Voraussetzungen verhängt.

Bei kleinen Orthopädieschuhtechnik Unternehmen kann schon die Urlaubszeit des fachlichen Leiters zum ernsten Problem werden, während Apotheken in Urlaubszeiten sicherlich ausreichend fortgebildetes Personal nachweisen können.

„Wenn etablierten Sanitätshäusern Umsätze der sogenannten Schachtelorthopädie in Bayern wegbrechen, bleiben ihnen nur Sonderanfertigungen und individuell gefertigte Orthopädietechnik,“ führt Thomas Bade weiter aus.

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) hat erst kürzlich einen Leitfaden entwickelt, wie die zukünftige Hilfsmittelversorgung zu verbessern ist. Wesentliche Inhalte aus dem DVfR Papier sollten umgehend von Sanitätshäusern sowie Orthopädietechnik Unternehmen als nachhaltige und zukunftsweisende Unternehmensstrategie in die Praxis umgesetzt werden.

Nähere Informationen zum AOK Vertrag und DVfR Papier unter: www.versorgungsmanagement.eu

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 368690
 1640

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Krankenkassen treiben die Abgabe orthopädietechnischer Hilfsmittel durch Apotheken voran“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Salenus GmbH

Bild: VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 kann für die stationäre und ambulante Pflege eingesetzt werdenBild: VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 kann für die stationäre und ambulante Pflege eingesetzt werden
VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 kann für die stationäre und ambulante Pflege eingesetzt werden
Seit Dezember können Pflegfachkräfte die elektronische Kommunikation beim Versorgungsmanagement mit Sanitätshäusern nutzen. Nach der hohen Akzeptanz des Projekts VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 bei Ärzten, Kliniken und Sanitätshäusern für den Bereich der Hilfsmittel Sonderanfertigungen und individuellen Rehatechnik ist die elektronische Datenbank mit den auf die Pflege abgestimmten Hilfsmittel Erhebungsbögen auch für stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegedienste verfügbar. Der Hilfsmittelbereich ist aus pflegewissenschaftlicher Sic…
Bild: VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 ist für HNO-Ärzte und Hörgeräte - Akustiker online verfügbarBild: VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 ist für HNO-Ärzte und Hörgeräte - Akustiker online verfügbar
VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 ist für HNO-Ärzte und Hörgeräte - Akustiker online verfügbar
Das bundesweite IT-Projekt für die elektronische Kommunikation der Leistungserbringer und Versorgungsanalyse gemäß §§ 67 und 11 Abs. 4 SGB V kann ab Juni für die Hörgeräte-Versorgung genutzt werden. Für die Datenerhebung nach den Hilfsmittel-Richtlinien und dem Medizinprodukterecht bietet VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 HNO-Ärzten und Hörgeräte-Akustikern eine einheitliche Funktionsplattform für die gesamte Hörgeräte-Versorgung. Auf einen Blick gewährt VERSORGUNGSMANAGEMENT 2020 für Vertragspartner eine Übersicht sämtlicher Hörgeräte-Versorgunge…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: BKK MTU setzt HimiNavi von HMM Deutschland einBild: BKK MTU setzt HimiNavi von HMM Deutschland ein
BKK MTU setzt HimiNavi von HMM Deutschland ein
… in den Fokus. Durch das neue Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) haben die Versicherten ein Anrecht auf verbesserte Beratung sowohl durch die Leistungserbringer als auch die Krankenkassen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und die Versicherten optimal beraten zu können, hat die BKK MTU seit November 2017 den HimiNavi der HMM Deutschland …
Bild: Gesundheitsreform im Kleinen - Wie ein kleines Sanitätshaus für günstigere Preise kämpfte und gegen die Krankenkasse siegteBild: Gesundheitsreform im Kleinen - Wie ein kleines Sanitätshaus für günstigere Preise kämpfte und gegen die Krankenkasse siegte
Gesundheitsreform im Kleinen - Wie ein kleines Sanitätshaus für günstigere Preise kämpfte und gegen die Krankenkasse siegte
… Preisen zu verkaufen, nicht deshalb aufgeben, weil andere Sanitätshäuser sich einer Vereinbarung anschließen, die ein Kostenträger als alleingültig verkaufen will." Die Krankenkassen seien gesetzlich dem Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet und müssten ihre Ausgabenpraxis stetig überprüfen. Auf dieser Grundlage ist es schwer nachvollziehbar, warum eine …
BKK SCHTT-ZEISS und Apotheken verbessern die Patientenversorgung in Rheinland-Pfalz
BKK SCHTT-ZEISS und Apotheken verbessern die Patientenversorgung in Rheinland-Pfalz
… SCHOTT-ZEISS). Patienten sollen ab März 2007 in ihrer Apotheke umfassend beraten werden und zugleich auch noch Geld sparen. Einen entsprechenden Vertrag haben Krankenkassen in Rheinland-Pfalz jetzt für ihre Versicherten mit einer Reihe besonders leistungsfähiger Apotheken geschlossen. In so genannten „Partnerapotheken“ wird laut den Betriebskrankenkassen ab …
Bild: Verband der Cannabis Versorgenden Apotheken e.V. (VCA) gegründetBild: Verband der Cannabis Versorgenden Apotheken e.V. (VCA) gegründet
Verband der Cannabis Versorgenden Apotheken e.V. (VCA) gegründet
… medizinischem Cannabis, der seit 2017 erlaubt ist, ist ein für alle Beteiligten neues Therapiefeld. Das gilt für die Patienten, für Ärzte, für versorgende Apotheken, die Krankenkassen und Hersteller gleichermaßen. Die Herstellung und die Abgabe erfolgen nach strengen Kriterien. So bedarf es Aufklärung und Strukturen rund um den Anbau und die wissenschaftliche …
Bild: Gute Finanzlage der Gesetzlichen Krankenversicherung lenkt von hohen Effizienzpotentialen bei Krankenkassen abBild: Gute Finanzlage der Gesetzlichen Krankenversicherung lenkt von hohen Effizienzpotentialen bei Krankenkassen ab
Gute Finanzlage der Gesetzlichen Krankenversicherung lenkt von hohen Effizienzpotentialen bei Krankenkassen ab
Die KPMG veröffentlicht mit ihrer Studie "Modernes Hilfsmittelprozessmanagement bei Krankenkassen" eine gutachterliche Stellungnahme zur vollelektronischen Hilfsmittelgenehmigung. Das Ergebnis der Untersuchung: bei Einführung einer vollelektronischen Hilfsmittelgenehmigung lassen sich für jeweils 1 Million Versicherte rund 2,5 Millionen Euro Kosten sparen. Während …
Bild: Freie Apothekerschaft kritisiert Politik und Gesetzgeber: Juristisches Gutachten in Auftrag gegeben!Bild: Freie Apothekerschaft kritisiert Politik und Gesetzgeber: Juristisches Gutachten in Auftrag gegeben!
Freie Apothekerschaft kritisiert Politik und Gesetzgeber: Juristisches Gutachten in Auftrag gegeben!
Rechtswidrig sind – nach Auffassung der Freien Apothekerschaft, eines bundesweiten Vereins selbständiger Apotheker – die „Korrekturen“ einiger Krankenkassen und die damit verbundenen Zahlungsrückbehalte bei so genannten „Betäubungsmittel-Rezepten“. Jetzt gab der Verein bei einer Freiburger Anwaltskanzlei ein juristisches Gutachten in Auftrag. Die Kanzlei …
Bild: Nicht mit uns! — Freie Apothekerschaft fordert Verdoppelung des Honorars für BTM-RezepteBild: Nicht mit uns! — Freie Apothekerschaft fordert Verdoppelung des Honorars für BTM-Rezepte
Nicht mit uns! — Freie Apothekerschaft fordert Verdoppelung des Honorars für BTM-Rezepte
Herxheim, im September 2015 - Für die Bearbeitung eines Betäubungsmittel(BTM)-Rezeptes mit sehr zeitintensiver Dokumentation erhalten die Apotheken von den Krankenkassen 26 Cent mehr als für ein „normales“ Kassenrezept. Hierfür ist das Honorar auf 6,86 Euro pro Arzneimittel festgelegt. Sukzessive werden jedoch die Regelungen, wie mit Betäubungsmittel-Rezepten …
Bild: Freie Apothekerschaft fordert: Endlich wieder Zeit für unsere PatientenBild: Freie Apothekerschaft fordert: Endlich wieder Zeit für unsere Patienten
Freie Apothekerschaft fordert: Endlich wieder Zeit für unsere Patienten
Mit immer neuen Rabattverträgen vergrößern die Gesetzlichen Krankenkassen ständig das ohnehin schon fast unübersehbare Chaos bei der Arzneimittelversorgung und in den Apotheken. Da gibt es Rabattverträge, Lieferverträge, Portfolioverträge, Sortimentsverträge, Exklusivverträge, vorgeschriebene Packungsgrößen, Alt-Normgrößen, Normgrößen, Normbereiche, …
Bild: „Geschäftemacherei zu Lasten der Patienten“Bild: „Geschäftemacherei zu Lasten der Patienten“
„Geschäftemacherei zu Lasten der Patienten“
… bei einem Treffen in Berlin. Apotheken sollen sich vom Hersteller direkt bestätigen lassen, dass ein Rabattarzneimittel nicht lieferbar ist. Das verlangen die Krankenkassen. Andernfalls wird das alternativ abgegebene Arzneimittel der Apotheke nicht erstattet. Komplett nicht erstattet. Obwohl der Patient versorgt wurde. Die Freie Apothekerschaft kritisiert, …
Bild: Von der Krankenkasse bezahlt, über Ebay verkauftBild: Von der Krankenkasse bezahlt, über Ebay verkauft
Von der Krankenkasse bezahlt, über Ebay verkauft
… apothekenpflichtige – und manchmal sogar verschreibungspflichtige – Arzneimittel zum Kauf an. Das birgt erhebliche gesundheitliche Risiken für den Käufer - und kostet die Krankenkassen, und damit die Versicherten, eine Unmenge Geld. In den seltensten Fällen kümmert es die Betreiber der Auktionsplattformen, ob die eingestellten Angebote legal oder illegal …
Sie lesen gerade: Krankenkassen treiben die Abgabe orthopädietechnischer Hilfsmittel durch Apotheken voran