(openPR) La Gomera – Der Whale Watching Anbieter OCEANO Gomera bietet ab November allen Interessierten an, aktiv gegen die Vermüllung des Meeres vor La Gomera anzugehen. Mindestens einmal monatlich werden 3 - 4stündige Bootstouren durchgeführt, bei denen so viel im Meer treibender Müll wie möglich, z.B. Plastikartikel, alte Netze eingesammelt wird.
„Wir möchten mit diesen "Mülltouren" ein Zeichen vor Ort setzen, um auf das Thema Müllkippe Meer aufmerksam zu machen und einen kleinen Beitrag für den Erhalt des fragilen Lebensraumes Meer zu leisten“, informiert die Inhaberin von OCEANO Gomera, Susanne Braack. Das Unternehmen hat sich dem respektvollen Begegnungen mit den Meeressäugern und dem Meer vor der kleinen Kanareninsel verschrieben. Eine Untersuchung der Organisation Canarias Conservación zusammen mit der Universität Aberdeen stellte kürzlich fest, dass viele der auf den Kanaren gestrandeten Meeressäuger Plastikmüll im Magen hatten. Insgesamt 22% der untersuchten Tiere hatten z.B. ganze Plastiktüten oder Reste alter Netze in den Eingeweiden.
Die Ozeane werden zur globalen Müllkippe – mit verheerenden Folgen. Vor allem Plastikmüll stellt für die Meeresbewohner eine tödliche Bedrohung dar. Meeressäuger und Schildkröten verheddern sich in alten Fischernetzen, Seevögel ersticken in den Plastikringen von Sechserpackträgern. „Auch unser OCEANO Team muss auf unseren täglichen Whale Watching Ausfahrten immer wieder Schildkröten aus Netzen freischneiden“ beklagt Susanne Braack. Die Hochseevögel, wie die auf den Kanaren heimischen Gelbschnabelsturmtaucher, aber auch Schildkröten verwechseln oft Müll mit Nahrung. Sie verenden qualvoll, da die Plastikteile in ihren Mägen zu Darmverschlüssen führen und Giftstoffe an den Körper abgeben.
Weltweit werden jedes Jahr ca. 225 Millionen Tonnen Plastik produziert – so billig, dass niemand allzu achtsam mit dem Endprodukt umgeht. Die globale Recyclingrate dieses Wegwerfproduktes liegt nur bei wenigen Prozent. Der Müll wird von Flüssen ins Meer getragen, an Küsten achtlos weggeworfen, Frachtcontainer fallen unterwegs ins Meer und viel Abfall wird direkt von Schiffen ins Meer geworfen. Laut Schätzungen der Meeresschutzorganisation Oceana landen weltweit jede Stunde rund 675 Tonnen Müll direkt im Meer, die Hälfte davon sind Plastikabfälle. Das Schlimme ist: Plastik löst sich nie ganz auf, es wird nur durch mechanische Prozesse in immer winzigere Fasern aufgebrochen. So gelangt es auch in die Nahrungskette – über die Fische landet es letztendlich auch auf unseren Tellern.
Susanne Braack empfiehlt zu diesem Thema den Film „Plastic Planet“, ein investigativer Kinodokumentarfilm von Werner Boote, der gerade in Österreich und ab Januar in Deutschland gezeigt wird. Der Film stellt dar, wie Plastik in verschiedenster Form zur globalen Bedrohung geworden ist.













