(openPR) Fast die Hälfte der Bevölkerung leidet unter gelegentlichen oder leichten Schlafstörungen. Akute, behandlungsbedürftige Schlafprobleme haben etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Massiv betroffen sind auch Kinder. Hyperaktivität, schlechte Noten oder gar Wachstumsstörungen können bei ihnen als Folgen schlechten Schlafens auftreten. Mit zwei ausgewiesenen Schlafexperten und einem Informationstag wollen Betten Meyers und die Brühler Schlafschule den Traum vom guten Schlaf in Brühl stärker ins Bewusstsein der Brühler Bevölkerung bringen.
Mit Prof. Dr. Dr. Jürgen Zulley war am 31. Oktober 2009, von 14 bis 18 Uhr bei Betten Meyers einer der führenden Schlafexperten Deutschlands zu Gast in Brühl und referiert den Traum vom guten Schlaf. Er wird aus der Sicht des Schlafforschers und Chronobiologen medizinische Fakten, aber auch volkswirtschaftliche Betrachtungen und Grundregeln für erholsames Schlafen vorstellen. Der nicht minder bekannte Markus Kamps, Präventologe, Schlaf- und Stressberater klärt die Besucher mit Live-Demonstrationen über ergonomische Schlaf- und Bettberatung zum Alptraum mit dem falschen Bett auf. Bei der anschließenden Schlaf- und Bettsprechstunde gibt er nicht nur praktische Tipps, die zu einem besseren Schlaf führen können, er nimmt sich auch Zeit für Gespräche. Beide Schlafexperten standen den Brühler Bürgern ab 16.30 Uhr für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
„Der Schlaf ist Grundvoraussetzung für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden“, so Prof. Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Universitäts- und Bezirksklinikum Regensburg. Einschränkungen oder Störungen des Schlafes führen nicht nur zu Fehlern und Unfällen, sondern können auch gravierende Gesundheitsstörungen zur Folge haben. Die Bedeutung des Schlafs wird in unserer Leistungsgesellschaft oft unterschätzt.
Unsere moderne Leistungsgesellschaft und unser Umgang mit dem vitalen Ruhebedürfnis verändert unser Schlafverhalten. Unregelmäßige Schlafzeiten, verkürzte Schlafdauer und nicht erholsamer Schlaf sind die Folge. Gestörter Schlaf und Tagesmüdigkeit sind häufiger als angenommen und nur eine Minderheit der Betroffenen sucht den Arzt auf. Hier findet sich ein fünffach höheres Risiko eine depressive Erkrankung oder eine Angststörung zu entwickeln. Patienten mit diesen Schlafstörungen werden mehr als doppelt so häufig wegen einer organischen Erkrankung behandelt. Doppelt so viele Personen mit Tagesmüdigkeit verursachen Unfälle im Vergleich zu Personen, die nicht unter Tagesmüdigkeit leiden. Verkehrsexperten schätzen, dass jeder vierte Unfall auf ein kurzes Einnicken am Steuer zurückzuführen ist. Jeder zweite Trucker hat zugegeben, schon einmal kurz eingenickt zu sein, wie Umfragen belegen.
Was kann ich tun, um wieder einen erholsamen Schlaf zu finden? Oft kann schon durch das Beachten der Grundzüge der so genannten Schlafhygiene eine deutliche Verbesserung der Schlafqualität erreicht werden. Also keine schweren Mahlzeiten oder Alkohol in größeren Mengen vor dem Einschlafen. Auch Fernseher oder Computer sollten nicht im Schlafzimmer stehen. Licht und Belüftung spielen ebenfalls eine Rolle. Bei chronischen Schlafstörungen handelt es sich jedoch um behandlungsbedürftige Krankheiten, die von Fachärzten und Schlaf-medizinern abgeklärt werden sollten.
Neben den Vortragstätigkeiten engagieren sich beide Schlafexperten für lokale Schlafschulkonzepte. „Die kleine Schlafschule“ von Prof. Zulley ist nicht nur zum Nachlesen, sondern auch ein Präventivseminar für Jedermann. In der Brühler Schlafschule können Betroffene, Angehörige und Interessierte alle Aspekte rund um das gesunde und erholsame Schlafen nicht nur erfahren, sondern für die eigene Umsetzung auch erlernen.









