(openPR) Am 28. Oktober wurde anlässlich der 2. Fachtagung „Regionale Energieversorgung gestalten“ in Wörrstadt der GenoPortal-AWARD Energie verliehen. Unter den Preisträgern war die Energiegenossenschaft Odenwald eG mit Ihrem Projekt „Odenwälder investieren in den Odenwald“, die CEwind eG mit „Kompetenzzentrum Windenergie Schleswig-Holstein“, und das Institut für Brennholztechnik mit dem Projekt „Trocknung und Feuchte von Scheitholz“. Sieben weitere Projekte wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet und nutzen die Möglichkeit, ihre Arbeit im Rahmenprogramm der Tagung vorzustellen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von GenoPortal und der juwi Holding AG organisiert. 180 Tagungsteilnehmern aus Kommunen, Finanzinstituten und Gemeindewerken hatten sich anlässlich der Tagung über genossenschaftliche Möglichkeiten einer regionalen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Ressourcen sowie über Wege kommunaler und bürgerlicher Zusammenarbeit informiert. „Wir müssen mit Solardächern, Windrädern, Biomasse und Geothermie vor allem die dezentrale Energieversorgung ausbauen. So können wir das Klima schützen und gleichzeitig die Wirtschaft vor Ort ankurbeln“, erklärte unter anderem Prof. Dr. Klaus Töpfer Bundesminister a. D. und UN-Generalsekretär a. D.
„Die Genossenschaften erleben derzeit eine Renaissance. Allein in unserem Verband wurden in den vergangenen Monaten 14 Energieversorgungsgenossenschaften gegründet, in denen sich Menschen zusammengeschlossen haben, um gemeinsam unternehmerisch tätig zu werden und die Energieversorgung selbst zu organisieren“, sagte Martin Bonow, Vorstand des Genossenschaftsverbandes. Dabei handelt es sich beispielsweise um „Bioenergiedörfer“, in denen die Nahwärmeversorgung genossenschaftlich organisiert ist oder um Genossenschaften, die Photovoltaik-Anlagen betreiben. Genossenschaften sind Zusammenschlüsse natürlicher und juristischer Personen mit dem definierten Förderziel, sich gemeinsam unternehmerisch zu betätigen. Prof. Wolfgang George, Wissenschaftlicher Leiter Genoportal: „In einem genossenschaftlichen System sind die Mitglieder gleichzeitig auch Kunden und übernehmen die Verantwortung für die Energieversorgung. Die Einbindung der Menschen vor Ort ist ungemein breit; das schafft ein hohes Maß an Akzeptanz, Identität und Engagement.“
Regionale Energiewirtschaft ist aber auch ein Wegbereiter einer 100-prozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien. „Stadt- und Gemeindewerke, die Regionalversorger und die Bürger werden zu regenerativen Energieerzeugern und -versorgern und können so dazu beitragen, dass die Region ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus heimischen und sau-beren Ressourcen deckt und möglichst noch zusätzlich Energie exportiert“, betonte Prof. Karl Keilen, stellvertretender Abteilungsleiter Energie und Klimaschutz im rheinland-pfälzischen Umweltministerium. Und diesen Weg der 100 Prozent, der über Investitionen sowie Gewerbesteuer- und Pachteinnahmen auch die regionale Wertschöpfung steigert und viele neue Arbeitsplätze schafft, wollen immer mehr Gebietskörperschaften gehen. „Während die Politik auf Bundesebene über Laufzeiten von Atomkraftwerken und über 30-Prozent-Ziele für erneuerbare Energien debattiert, steigt die Zahl der Kommunen und Regionen zusehends, die sich zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen wollen. In dieser Bewegung von unten können Genossenschaften eine tragende Rolle spielen; sie müssen wir unterstützen“, erklärte juwi-Vorstand Fred Jung.
Weitere Informationen sind dem Tagungsband zu entnehmen, der als Sonderausgabe des Newsletters „Regionale Energieversorgung gestalten“ Ende November erscheint. Der Newsletter ist kostenfrei über die Redaktion zu bestellen (Christine Pauli; c.pauli[at]andramedos.de; Tel. 0681 959 3120).
Weiter Informationen zum Projekt www.genoportal.de.
Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang George
Tel. 0641 948 2111






