(openPR) Darmstadt, 2. November 2009. Im weltweiten Netz des kollektiven Wissens haben Wikis wie etwa Wikipedia einen festen Bestandteil. Durch semantische Technologien wird nun die „soziale“ mit der „künstlichen“ Intelligenz verknüpft. Damit nehmen Funktionalitäten und Einsatzmöglichkeiten deutlich zu. Welche diese sind und wie der Stand der Technik ist, klären renommierte Experten beim Workshop „Semantische Wikis – die Zukunft im Unternehmen?“ am 25. November 2009 in Darmstadt
In normalen Wikis Wissen zu erfassen, ist einfach – es wieder zu finden schon schwerer, da es nur bei exakter Bezeichnung des gesuchten Wissens gelingt. Normale Wikis stellen zudem kaum Anforderungen an die Struktur der verwalteten Daten. Geht es um Projekte und darin gesammeltes und verfügbar gemachtes Wissen, findet sich dies häufig verteilt in unterschiedlichen Wikis.
Semantische Wikis wie etwa Semantic MediaWiki, IkeWiki, Kaukolu, SWEET Wiki, OntoWiki schaffen hier neue Möglichkeiten, ohne die Flexibilität oder die Offenheit aufgeben zu müssen. Sie kombinieren die Vorteile von kollektiven Wissensystemen des Web 2.0 mit den Vorteilen von semantischen Technologien wie Konzeptsuche, kontextspezifische Visualisierung, lernende Systeme und automatische Schlussfolgerung. Besonders interessant werden semantische Datenbanken und Wikis, wenn die semantisch annotierten Informationen von anderen Anwendungen in Echtzeit gefunden und wieder verwendet werden können.
Kokon durchbrochen
„Das Spannungsfeld der Forschung und Entwicklung um Semantic Wikis“, weiß Dr. Sebastian Schaffert, Wissenschaftlicher Leiter des Salzburg NewMediaLab, „liegt also zwischen dem Einsatz von Semantic Web-Methoden für Wikis und der Konzeption von Wikis für das Semantic Web“. Wie sich die Technologie in den nächsten Jahren weiter entwickeln wird, welche Fragen sich ergeben und welche Lösungen möglich sind, bleibt strittig und spannend zugleich. Fest steht, dass Semantische Wikis den „Kokon“ der Forschungsprojekte und Prototypen durchbrochen haben.
Wie weit die Forschung und Entwicklung ist und in wie weit der praktische Einsatz gediehen ist, diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft beim Workshop „Semantische Wikis“ am 25. November 2009 in Darmstadt. So geben zu Beginn Christoph Lange von der internationalen Jacobs Universität in Bremen und Dr. Sören Auer von der Universität Leipzig einen Ausblick auf die Zukunft der semantischen Wikis.
Welcher praktische Nutzen sich zum Beispiel für das Projekt- und Wissensmanagement für Industrie und Wirtschaft daraus ableiten lässt, skizzieren Daniel Hladky von der Ontos AG, Hans-Peter Schnurr von der ontoprise GmbH, Dr. Achim Steinacker von der intelligent views GmbH und Dr. Lutz Maicher von der Topic Maps Lab. Dass die Entwicklung nicht stehen bleibt, zeigen auch Dr. Rolf Sint, Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH, und Torsten Zesch, Technische Universität Darmstadt. Sie beschreiben Lösungen zur intelligenten Nutzung von semantischen Technologien mittels Applikationsplattformen oder zum Aufbau von funktionalen Architekturen.
Die Kosten für den Workshop betragen 480,00 Euro (zzgl. MwSt.) für Unternehmen und 390,00 Euro (zzgl. MwSt.) für Hochschulen, Behörden, Ämter sowie Einrichtungen aus Forschung und Entwicklung. Details und weitere Informationen zum Workshop „Semantische Wikis – die Zukunft im Unternehmen?“ gibt es im Internet unter: www.exousia-management.de.
Hinweis für Redaktionen:
Medienvertreter sind herzlich eingeladen, am Workshop teilzunehmen. Bei Interesse melden Sie sich bitte mit einer kurzen E-Mail an:
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