(openPR) Berlin. Sprachen verbinden unsere Welt. Sie sind Voraussetzung, um fremde Kulturen zu verstehen, zu erleben und von ihnen zu lernen – und nicht zuletzt bilden sie die Säulen für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen zwischen Nationen. Eine wichtige Erkenntnis, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrisen - darüber waren sich alle Referenten beim nationalen Kongress der deutschen inlingua Center im Hotel Pullmann, Berlin, Schweizerhof einig.
„Der Wunsch, eine neue Sprache zu erlernen oder eine bereits bekannte Fremdsprache zu vertiefen, wird bei vielen Menschen, meist berufsbedingt, immer größer“, bestätigte Steffen Groß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft internationaler Sprachschulen in Deutschland e.V.. „Diese Tatsache lässt die über 70 inlingua Center in Deutschland auch während der Finanz- und Wirtschaftskrisen zufrieden auf 2009 zurückblicken. Statt wie andere Unternehmen und Branchen massive Umsatzeinbußen oder Stellenstreichungen hinnehmen zu müssen, wurden in diesem Jahr neue inlingua Center eröffnet wie etwa in Lingen und alteingesessene ausgebaut – beispielsweise in Dessau. Weitere Neueröffnungen sollen 2010 z.B. in Potsdam und Flensburg folgen“, ergänzte Groß.
„Wenngleich wir an unseren Rekord des Jahres 2008 von rund 60 Millionen Euro Umsatz in diesem Jahr nicht anknüpfen können, sind wir mit voraussichtlichen 55 Millionen Euro in 2009 überaus zufrieden und liegen damit im Ranking der Sprachenanbieter in Deutschland an einer Spitzenposition.“ Positiv habe sich ausgewirkt, dass inlingua im Vergleich zur Branche stärker auf angestellte Trainer zurückgreife als auf freiberufliche Honorarkräfte: „Wenn in Krisen als erstes an Mitarbeitern und an deren Qualifizierung gespart wird, ist dies in meinen Augen nicht nur bedauerlich, sondern auch sehr kurzfristig gedacht“. Gerade solche Zeiten sollten zur Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter genutzt werden, um zusätzliches Know How aufzubauen.
Wer auch in Zukunft erfolgreich auf dem Markt bestehen wolle, sollte die Chance nutzen, von anderen zu lernen. Als exzellentes Beispiel dafür diente die Podiumsdiskussion: „Asien – Wirtschaftsgigant der Zukunft“. Unter diesem Thema zeigten hochrangige Referenten beim inlingua Kongress Hintergründe auf für den Erfolg der japanischen und chinesischen Wirtschaft – darunter Yôichi Shimizu, stellvertretender Generalsekretär des japanisch-deutschen Zentrums in Berlin, Hiroshi Nishioka, Geschäftsführer Choya Umeshu und erfolgreicher Berater asiatischer Konzerne sowie Erhard Büchel, Gründer und Geschäftsführer der Büchel GmbH & Co Fahrzeugteilefabrik KG mit rund 600 Beschäftigten, der 1985 eines der ersten deutsch-chinesischen Joint Venture in China und das erste überhaupt in Shanghai etablierte.
„Diejenigen, die mich vor 30 Jahren belächelt haben, als ich mein Hauptaugenmerk auf den Zukunftsmarkt Asien gerichtet habe, sind heute pleite“, ist die nüchterne Bilanz Büchels, der hinzufügt: „Um in Zeiten der Globalisierung erfolgreicher Unternehmer zu sein, muss man sich immer neue Möglichkeiten erschließen. Dazu ist es natürlich unerlässlich, auch Grundzüge der jeweils anderen Kultur mitzubringen.“
Spannende Einblicke in die Kultur der Japaner gab unter anderen Nishioka: „Wir Japaner schauen uns zum Beispiel nicht direkt in die Augen, wenn wir uns begrüßen, das gilt als unhöflich. Statt eines Händedrucks, der erst bei etwa der Hälfte der Japaner etabliert ist, verbeugen wir uns leicht, um dem Gesprächspartner Respekt zu zollen. Achtung und Respekt sind sicher nicht nur für uns Japaner Grundlage jeder guten Handelsbeziehung.“ Von Asiaten könne man darüber hinaus lernen: „Gut Ding will Weile haben.“ Bis ein Geschäft zum Abschluss komme, könnten mehrere Monate oder sogar Jahre vergehen. Diese Zeit nutze man, um sorgfältig zu prüfen und sich gegenseitig kennen zu lernen.
Die vielleicht wichtigste Botschaft des Abends lautete: „Lächeln!“ „Sie Europäer schauen immer so ernst, selbst, wenn Sie von schönen Dingen wie einem Kinobesuch oder einem guten Buch erzählen. Davon zeugen oft tiefe Falten zwischen den Augenbrauen“, kritisierte Shimizu – natürlich mit einem Lächeln auf den Lippen – und schloss: „Wer nicht lächeln kann, macht keine Geschäfte." Denjenigen, die keine Schule oder Hochschule mehr besuchten oder sich im Ausland eine intensive Auseinandersetzung mit einer anderen Sprache und Kultur leisten könnten, empfehle er das Erlernen einer Sprache in Form eines Trainings – wie bei inlingua. „Hier unterrichten ausschließlich Muttersprachler, die Ihnen neben dem Vokabular auch landestypische Verhaltensmuster näher bringen können. So üben Sie nicht nur die Sprache, sondern tauchen auch in die jeweilige Kultur ein. Das bringt mehr Abwechslung und erleichtert das Lernen.“











