(openPR) Eingeladen hatten die Agentur für Arbeit Offenbach und der Boxclub Nordend – und gekommen waren zwei Dutzend junge Männer im Alter von 14 bis 20 Jahren.
„Wir wollen mit den jungen Leuten so früh wie möglich ins Gespräch kommen“, so Beatrix Schnitzius, Chefin der Arbeitsagentur. Was liegt da näher, als dorthin zu gehen, wo sie sich gern aufhalten und einen ‚Heimvorteil’ haben. „Ich möchte mit meinen Mitarbeitern als die Dienstleisterin wahrgenommen werden, die wir sind, auch und gerade für junge Leute, die vor dem Berufseinstieg stehen.“ Über die reibungslose Zusammenarbeit freut sich Schnitzius ebenso sehr wie Boxclub-Präsident Wolfgang Malik.
Am 22. Oktober kamen zwei Dutzend junge Männer und eine junge Frau, die im nächsten Jahr die Schule beenden, zur ersten Veranstaltung der Arbeitsagentur im Boxclub. Berufsberater Marco Konnerth und Auszubildender Naim Ceku präsentierten das Angebot der Berufsberatung: „Es gibt Informationen in Hülle und Fülle, man muss allerdings auch wissen, wo man suchen kann und welche davon seriös sind. Da kommt dann die Agentur für Arbeit ins Spiel.“
Um nicht nur ein Schlaglicht zu werfen, sondern wirklich Nägeln mit Köpfen zu machen, erhielten die Schüler einen Arbeitsauftrag, den sie im Rahmen eines Workshops im Berufsinformationszentrum (BiZ) erledigten.
Inhaltlich ging es darum, zu Berufen zu recherchieren, für die sie sich interessieren und die sie sich für sich selbst vorstellen können. Überraschungen gab es nicht nur bei der Frage, wie hoch oder wie niedrig Ausbildungsvergütungen sind. Die Ergebnisse dazu werden an einem dritten Termin präsentiert.
Abdul Ipekcioglu ist 15 Jahre alt und besucht derzeit die neunte Klasse der Edith-Stein-Schule. Seit drei Monaten geht er in den Boxclub – und findet es nicht schlecht, dort nicht nur etwas über das Boxen sondern auch noch was über Berufe zu lernen. Talal Khalil ist seit einem halben Jahr im Boxclub. Der 14-jährige weiß schon heute, dass er Architekt werden will. Eifrig ist er dabei, sich Informationen zu seinem Traumberuf und der damit verbundenen schulischen Ausbildung zu verschaffen. Er ist dankbar, im Boxclub dazu Unterstützung zu finden – für Geschäftsführer Bernd Hackfort, der die jungen Menschen mit viel Begeisterung unterstützt, ein weiterer guter Grund, das Engagement der Arbeitsagentur mitzutragen.
Einige der jungen Männer wissen noch nicht, wohin sie sich beruflich entwickeln werden. Aber boxen wollen sie – soviel steht fest. Fest steht auch, dass die Agentur für Arbeit künftig regelmäßig Sprechstunden im Boxclub anbieten wird. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass das ein Sieg nach Punkten werden wird.












