(openPR) Mit dem Werkzeug im Rucksack unterwegs
Mit Hilfe der Agentur für Arbeit Offenbach machte sich Ingeborg Fries als Papierrestauratorin selbständig.
Ingeborg Fries, 31 Jahre, kam mit dem festen Plan nach Offenbach, sich hier selbständig zu machen. Sie hatte während ihres Studiums Arbeitskontakte ins Rhein-Main-Gebiet geknüpft - die wollte sie jetzt nutzen als Basis für ihre Selbständigkeit. Der Plan ging auf. Heute ist Fries eine gefragte Papierrestauratorin und reist in ganz Deutschland umher. „Das habe ich so gewollt, und meine Werkstatt passt ja zum Glück in einen Rucksack.“
Nach ihrem Diplom-Abschluss an der Stuttgarter Akademie der bildenden Künste als Papierrestauratorin arbeitete die junge Frau zunächst im Literaturarchiv in Marbach. Als die bis Herbst 2007 befristete Stelle nicht verlängert wurde, fasste sie den Entschluss, freiberuflich zu arbeiten. Bei der Arbeitsagentur musste sie einen vollständigen Businessplan vorlegen und die Tragfähigkeit ihres Unternehmens von einer weiteren Stelle bestätigen lassen. Dass ist die Voraussetzung, um den Gründungszuschuss in Höhe des Arbeitslosengeldes plus monatlich 300 Euro zu erhalten. Von der Agentur erhielt Fries auch gute Tipps, zum Beispiel den, sich zunächst für einen geringen Betrag freiwillig in der Arbeitslosenversicherung weiterzuversichern. Auch die Beratungsangebote, die man ihr dort offerierte, haben sie weiter gebracht. „Es gibt so viele Beratungsmöglichkeiten. Man muss sie aber annehmen und sich auch trauen, Fragen zu stellen.“
Was ihr an ihrem Beruf gefällt? „Dass er vielerlei Anforderungen stellt: an Kenntnisse in Materialwissenschaft und Chemie, an kunstgeschichtliches Wissen, aber auch an das handwerkliche Können.“ Ihre Auftraggeber sind Museen, Archive, private Kunstsammler und Künstler. Oft muss sie auch Papiere, die in Ausstellungen der Öffentlichkeit gezeigt werden, vorbereiten, für deren optimale Präsentation sorgen und sie fachgerecht wieder archivieren.
Unerlässlich sind in ihrem Beruf Netzwerke. Man kennt sich, die Kolleginnen und Kollegen sind ein überschaubarer Kreis - und wenn man sich einmal einen guten Ruf erarbeitet hat, wird man immer wieder angesprochen. Daher blickt Ingeborg Fries ganz entspannt in die Zukunft.











