(openPR) München, 28. Oktober 2009 – Wie lässt sich die Reputation von Unternehmen nach der Wirtschaftskrise wieder aufbauen und in Zukunft schützen? Darum geht es im neuen Management-Kompendium „Reputation Capital: Building and Maintaining Trust in the 21st Century“. Die Kernthese: Der Aufbau von Reputationskapital folgt den Prinzipien des Finanzmarktes. Das Buch wird am 13. November 2009 im Rahmen des vierten Internationalen Jahressymposiums des European Centre for Reputation Studies (ECRS) in München im Mercedes-Benz Center vorgestellt.
Laut einer aktuellen Studie von Harvard Business Manager zählt die Reputation zu den fünf wichtigsten immateriellen Unternehmenswerten. „Neu ist, dass eine gute Reputation kaum durch Unternehmensengagement mit Corporate Social Responsibility aufgebaut wird. Vielmehr folgt der Aufbau von Reputation den Regeln klassischer Investmentstrategien“ – so die Kernthese die Robert Wreschniok, Vorstandsmitglied des ECRS und Herausgeber von „Reputation Capital: Building and Maintaining Trust in the 21st Century“ vertritt. Das neue Management-Kompendium wird auf der Fachtagung vorgestellt; 29 internationale Autoren befassen sich darin mit den wichtigsten Ansätzen im Reputationsmanagement und zeigen neue Wege auf.
„Unternehmen können in Maschinen investieren – aber auch in Reputation“, so Joachim Klewes, Kommunikationsexperte und Herausgeber der im Springer-Wissenschaftsverlag erschienenen Publikation. „Wie im Finanzmarkt unterscheiden wir dabei verschiedene Investitions-Strategien. Diese Analogie schärft den Blick, dass jede Reputationsstrategie ein bestimmtes Verhältnis von Rendite und Risiko bedeutet.“
Je offensiver ein Unternehmen kommunikativ handelt, desto größere Erwartungen erzeugt es – und umso mehr Reputationsrisiken geht es damit ein. Ein Beispiel für eine typische Hedge-Strategie beim Reputationsaufbau liefert die Kampagne des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama: Das Risiko, dass er die an ihn gerichteten Erwartungen nicht erfüllen kann und es zu einem Reputationsabsturz kommt, wird durch den gerade an ihn vergebenen Friedensnobelpreis noch verstärkt. Dieser riskanten Strategie steht der Total-Return-Ansatz gegenüber, der auf höchste Sicherheit setzt und deshalb öffentliche Aufmerksamkeit konsequent vermeidet. „Total-Return-Strategien haben aber ihre beste Zeit hinter sich. Sie passen heute nicht mehr in das globale Mediensystem und auch nicht zu den interaktiven und kollaborativen Prinzipien des Web 2.0“, so Robert Wreschniok.
Das European Centre for Reputation (ECRS) wurde 2005 von Repräsentanten des Forschungsbereich für Öffentlichkeits- und Gesellschaftsforschung der Universität Zürich, des Instituts für Marktorientierte Unternehmensführung der Ludwig-Maximilians-Universität München und der europäischen Kommunikationsberatung Pleon gegründet. Ziel des Think Tanks ist es, die europäische Reputationsforschung voranzutreiben und das Corporate Reputation Management zu professionalisieren.
Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier:
http://www.reputation-centre.org/images/ECRS_Symposium_2009.pdf








