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Stefan Herheim gibt sein Stuttgart-Debüt mit „Der Rosenkavalier“

23.10.200917:23 UhrKunst & Kultur
Bild: Stefan Herheim gibt sein Stuttgart-Debüt mit „Der Rosenkavalier“

(openPR) Für das große Welttheater des bürgerlichen „Fin de siècle“ steht „Der Rosenkavalier“: Der Norweger Stefan Herheim gibt mit dieser Inszenierung sein Stuttgart-Debüt, Premiere ist am 1. November 2009 um 17.30 Uhr im Opernhaus. Am Pult steht Generalmusikdirektor Manfred Honeck.



In dem 1910 entstandenen Werk steht die Feldmarschallin im Zentrum, welche im großen Ornat die Welt zur Zeit von „Maria Theresia“ repräsentiert. Das hier von Hofmannsthal beschworene Rokkokozeitalter strenger höfischer Etikette, gepaart mit der Kunst des „amusements“ ist aber nur die Folie, vor der in Wahrheit das Altern der Marschallin zum Thema wird. Strauss entwickelt in dieser „Fin de siècle“-Oper einen dichten Orchestersatz, der eine Vielzahl musikalischer Formen und Motive in sich trägt: Charakteristisch sind neben dem typischen Walzer, dem Parlando-Rezitativ, den Arien und Ensembles im Stile Mozarts die rasch aufeinander komponierten symphonischen Übergänge. Die Stuttgarter Neueinstudierung liegt dabei in den Händen des österreichischen Generalmusikdirektors Manfred Honeck. Die Gesangspartien sind weitgehend aus dem Ensemble besetzt.

Die szenische Erarbeitung setzt auf die Perspektive der Feldmarschallin. Die Bühne zeigt ein Palais, dessen Wände sich drehend verschiedene Oberflächen zeigen. Die Decke ist ein Gewölbe, dessen Form und Masse einem gigantischen Reifrock ähnelt. Darunter sitzt die Marschallin. Sie zerschlägt den Spiegel, vor dem sie sitzt und beschließt, sich ihre Welt selbst zu erschaffen, in der Octavian, Ochs, Sophie, Faninal Figuren ihrer inneren Welt darstellen – wunderbar wie schrecklich.

Einer Orchesterphantasie gleich erklingt in der Einleitung der „Komödie“ in den Blechbläsern des Rosenkavaliermotivs der „erotische Traum“ der Feldmarschallin, der in dem Erscheinen Octavians seinen Höhepunkt findet. Die Figur des polternden Schürzenjägers Baron Ochs auf Lerchenau steht in der Perspektive der Marschallin für die mythologische Welt des Eros. Seine Lerchenauer scheinen einem Gemälde Rubens entstiegen, als Satyre treiben sie in der Welt der Feldmarschallin ihr Unwesen. Ochs’ Absicht, die junge Sophie aus dem Hause Faninal zu heiraten, ist somit nicht nur eine Geldhochzeit, sondern erinnert die Feldmarschallin an ihre eigene Heirat mit dem Feldmarschall. Es ist die Musik, die der „Komödie“ den psychologisch-emotionalen Tiefgang verleiht. Sie liefert den Figuren ein Panoptikum verschiedenster psychologischer Zustände.

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