(openPR) Bereits zum 16. Mal veranstaltete das Herz-Zentrum Bad Krozingen das Hygienesymposium im Bad Krozinger Kurhaus. Mit über 220 Teilnehmern spielt das überregionale Symposium in der Aus- und Weiterbildung von in direktem Patientenkontakt stehenden Mitarbeitern im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle. Ausgewiesene Experten referierten über eine im Sinne der Hygiene professionelle stationäre und ambulante Versorgung und richteten dieses Jahr bewusst auch einen Blick in Versorgungsbereiche außerhalb der Kliniken.
Vor dem Hintergrund, dass sich in Deutschland jährlich rund 500.000 Fälle von Krankenhausinfektionen ereignen, ist das Thema Händedesinfektion ein hochaktuelles Thema. Frau Dr. Christiane Reichardt vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin am Charité Universitätsklinikum Berlin berichtete über den aktuellen Stand der bundesweiten AKTION Saubere Hände und zeigte auf, dass in den bisher 610 teilnehmenden Einrichtungen die Anzahl an Krankenhausinfektionen deutlich reduziert werden konnte. Die weiteren Referate behandelten die aktuellsten Erkenntnisse rund um die Hygiene. Dazu gehören das Erkennen besonders problematischer Krankheitserreger sowie der Umgang mit bakteriellen Krankheitserregern (z.B. MRSA), die auf eine Behandlung mit Antibiotika kaum mehr ansprechen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte bildeten die korrekte Aufbereitung von Medizinprodukten, spezielle Hygieneanforderungen bei der Heimbeatmung und die Hygiene in Wellnessbereichen.
Im Verlauf des Kongresses wurde immer wieder deutlich, dass Hygiene Geld kostet, aber ein Weniger an Hygiene wesentlich teurer wird. „Gerade in Zeiten stetig zunehmender Arbeitsverdichtung besteht die Gefahr, dass die Hygiene zu kurz kommt“ betont der Moderator und Veranstalter Peter Bechtel, Pflegedirektor am Herz-Zentrum Bad Krozingen und Vorstands-vorsitzender des Verbandes Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pfle-gepersonen e. V. (BALK).











