(openPR) Stuttgart. Der für Revisionsarbeiten abgeschaltete Block I des Atomkraftwerks (AKW) Neckarwestheim sollte nicht mehr ans Netz gehen, fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg. „Neckarwestheim I ist und bleibt ein Sicherheitsrisiko, weil der dort eingesetzte Druckwasserreaktors völlig überaltert ist – da hilft auch keine Nachrüstung“, erklärt der BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß: „Wie die aktuelle BUND-Studie belegt, sind die Risiken, die von uralten Atomkraftwerken ausgeht, nicht beherrschbar.“
Das Bundesumweltministerium hat schon 2008 die Sicherheit der beiden Reaktorblöcke des AKW Neckarwestheim miteinander verglichen. Dabei wurde Block I als besonders problematisch eingeordnet. Vor allem bei der Notstromversorgung gab es deutliche Unterschiede zu Block II. Wie die BUND Studie zeigt, gab es insgesamt in Neckarwestheim I seit Inbetriebnahme 421 meldepflichtige Ereignisse – das sind pro Jahr etwa 13 Fälle.
Der BUND forderte die Landesregierung auf, sich im Interesse der Gesundheit ihrer Bürger bei den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebenen nicht für eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke einzusetzen. Ankündigungen, dass es Laufzeitverlängerungen nur nach einer strengen Sicherheitsüberprüfung geben soll, bewertet der BUND als hohle Phrasen. „Es ist völlig unklar, was das unter dem Strich heißen wird“, erläutert Frieß.
Hintergrundinformationen:
- BUND-Studie zu den Gefahren der Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke: http://www.bund-bawue.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-fordert-neckarwestheim-i-muss-abgeschaltet-bleiben/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1921&cHash=cd3b4787ad
Für Rückfragen:
Berthold Frieß, BUND-Landesgeschäftsführer, Fon: 0711 620306-17, ![]()








