(openPR) Berlin, 13. Oktober 2009. Seit Oktober vernetzt der Arbeitskreis Automotive im Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. (VWI) Automobilinteressierte aus verschiedenen Bereichen, die sich im Arbeitskreis mit aktuellen Themen in der Automobilwirtschaft befassen.
Ein erstes Thema, das auf der Agenda des Arbeitskreises steht, sind neue Antriebs- und Mobilitätskonzepte. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt werden diese seit Jahren zur Diskussion gestellt. Auch dieses Jahr waren Alternativen zum Verbrennungsmotor wieder ein Thema, das kein Aussteller meiden konnte. Viele Unternehmen stellten ihre neuen Antriebskonzepte vor, die durch Anforderungen an Umweltschutz und schwindende fossile Brennstoffe geprägt waren. Die Entwicklung dieser Konzepte findet vorwiegend in den einzelnen Unternehmen statt. Der Arbeitskreis Automotive bietet die Möglichkeit, Innovations- und Ideenpotentiale verschiedener Experten in der Automobilwirtschaft zu bündeln. „Eine erste Aufgabe des Arbeitskreises besteht darin, die Entwicklung eines ganzheitlichen Mobilitätskonzeptes zu unterstützen. Ein solches Konzept umfasst eine spezielle Infrastruktur, entsprechende Fahrzeuge sowie angepasste Service- und Dienstleistungen“, meint Diplom-Wirtschaftsingenieur Carsten Kißing, einer der beiden Koordinatoren des Arbeitskreises. Er promoviert an der Universität Kassel mit den Schwerpunkten Automobilwirtschaft und Strategien der marktorientierten Unternehmensführung. Ein weiteres Problemfeld, mit dem sich der Arbeitskreis in Zukunft auseinandersetzt, ist die abnehmende Emotionalität im Automobilkonsum. Dabei wird der Fragestellung nachgegangen, wie Automobilhersteller positive Emotionen nutzen können, um ihre Marke wieder zu stärken.
Der Arbeitskreis plant Vorträge, Messebesuche, Werksführungen und wird auch virtuelle Plattformen wie XING zur Kommunikation nutzen. Das Kontaktnetzwerk des VWI ermöglicht außerdem ein ideales Umfeld, um den Arbeitskreis nachhaltig zu unterstützen.
„Die Automobilbranche ist ein Haupttätigkeitsfeld für Wirtschaftsingenieure. Durch ihre fächerübergreifende Ausbildung besitzen sie Kenntnisse, die es ihnen erlauben, auf den schnelllebigen, globalisierten Märkten sowohl mit technischem Fortschritt als auch den sich komplizierenden Marktgegebenheiten Schritt zu halten“, erklärt Diplom-Wirtschaftsingenieur Martin Boluk, der zweite Arbeitskreisleiter, der in einer Beratung mit dem Schwerpunkt Entwicklungsmanagement in München tätig ist.
Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig neben den technischen Anforderungen die fächerübergreifende Betrachtung ist. Neue EU-Richtlinien, ein verschärfter Wettbewerb, Staatsbürgschaften und die Resonanz der Gesellschaft spielen eine weit größere Rolle als noch vor 10 Jahren.
Wirtschaftsingenieure lernen in ihrem Studium all diese Aspekte zu berücksichtigen und gerade deshalb finden viele Absolventen den Weg in die Automobilwirtschaft. Im Jahr 2007 waren 20% der in einer Studie des VWI befragten Wirtschaftsingenieure in der Automobilbranche tätig.












