(openPR) Neuss/Düsseldorf - Viele Deutsche blicken nicht sehr frohgemut in die Zukunft, wenn es um ihre wirtschaftliche Situation geht. Ein Phänomen, das sich nicht zuletzt an den heftigen Reaktionen auf die Focus-Äußerungen des Bundespräsidenten Horst Köhler ablesen lässt. 81 Prozent der Bundesbürger sehen kein Ende der Konjunkturkrise, wie eine aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der WirtschaftsWoche http://www.wiwo.de belegt. Nur 16 Prozent geben zu Protokoll, die deutsche Konjunkturkrise sei jetzt vorbei, drei Prozent machten keine Angaben.
“Die aktuellen Debatten in Deutschland über Hartz IV, Bildung, gleiche oder ungleiche Lebensverhältnisse, Bürokratieabbau und längere Arbeitszeiten zeugen nicht gerade von Vitalität und Optimismus. Zukunft, Veränderung und Wandel werden in unserer Gesellschaft nicht als Herausforderung gesehen, sondern als Bedrohung. Dieser katastrophische Diskurs führt nicht zu Entscheidungen, sondern mündet in Rituale, die immer wieder nach dem gleichen Muster ablaufen. Am Ende steht meist die Vertagung des Problems. In diesem depressiven Klima kann sich die Wirtschaft nicht entfalten“, kritisiert Michael Müller, Wirtschaftssenator des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de und Geschäftsführer der a & o after sales & onsite Services GmbH http://www.ao-services.de in Neuss.
Die endlose Empörungsspirale mache es fast unmöglich, notwendige Korrekturen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik durchzusetzen. Die Menschen in Deutschland würden zwar spüren, dass die gewohnten Wohlstandszuwächse ausbleiben, „aber sie reagieren darauf mit Verunsicherung und Erstarrung. Man verteidigt vermeintliche Besitzstände - koste es, was es wolle. Auf den globalen Märkten kommt man aber mit Defensivdenken nicht weiter. Die Produktzyklen werden immer kürzer, das Tempo der Veränderung wird immer größer. Es geht nicht nur um technische Innovationen und um die Fähigkeit, Forschungsergebnisse schneller in neue Produkte umzusetzen. Es geht auch um die Fähigkeit, Initiativen zu entwickeln und neue Wege zu gehen. Vetogruppen, Behörden, Verbände und Meinungsbildner müssen in Deutschland endlich aufhören, Sonderinteressen zu schützen und unternehmerisches Handeln mit Regulierungswut zu ersticken“, fordert Mittelständler Müller.








