(openPR) Das Projekt JuMBO aus Hamburg sowie das gemeinsame Ausbildungskonzept der Kooperativen Gesamtschule und der Berufsbildenden Schule aus Neustadt am Rübenberge haben jeweils Platz eins beim DEICHMANNN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit belegt. Bundesweit hatten sich engagierte Arbeitgeber, Initiativen und Schulen in den Kategorien „Berufliche Förderung durch Unternehmen, Vereine und öffentliche Initiativen“ sowie „Schulische Präventivmaßnahmen“ für den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Förderpreis beworben. Sebastian Krumbiegel, Leadsänger der Popgruppe DIE PRINZEN, und der Initiator des Preises, Heinrich Deichmann, zeichneten heute insgesamt elf Projekte aus. „Der Förderpreis ist eine gute Sache. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben Initiativen, die Jugendlichen mit Startschwierigkeiten ohne Wenn und Aber eine Chance geben, Respekt und Anerkennung verdient“, erklärt Sebastian Krumbiegel sein Engagement als Schirmherr.
Köln, 06. Oktober 2009. Jeweils 20.000 Euro für die Erstplatzierten der Kategorien „Berufliche Förderung durch Unternehmen, Vereine und öffentliche Initiativen“ sowie „Schulische Präventivmaßnahmen“ gehen nach Hamburg und Niedersachsen. Der Bereich JuMBO wurde Anfang 2006 von Mook wat e.V. in Hamburg gegründet. Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendlichen mit Migrationshintergrund den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, indem ihre kulturellen Kompetenzen gefördert werden. Neben laufenden Programmen wie Hinführung zur Ausbildung oder Deutsch als Zweitsprache bietet JuMBO seit Februar 2008 auch drei Projekte an, welche durch ihre Mehrsprachigkeit in der Hansestadt einmalig sind: Den Dolmetscher-Service, die Ausbildung zum Bürokaufmann mit Zusatzqualifikation Zweisprachigkeit sowie die Ausbildung zur Altenpflege mit Zusatzqualifikation Zweisprachigkeit und interreligiöser Kompetenz.
Gemeinsames Ausbildungskonzept macht Schule
In der Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“ hat das gemeinsame Ausbildungskonzept der Kooperativen Gesamtschule und der Berufsbildenden Schule Neustadt am Rübenberge den ersten Platz belegt. Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen soll den Hauptschülern ermöglichen, sowohl einen allgemeinbildenden Schulabschluss als auch eine berufliche Grundausbildung zu erlangen. Bereits in der 8. Klasse lernen die Hauptschüler im Rahmen eines Praktikums an der Berufsbildenden Schule alle vier Fachpraxisfelder (Metall, Holz/Farbe, Nahrung, Körperpflege) des Schulversuchs kennen und entscheiden sich bis zum Schuljahresende für einen Bereich. Ab der 9. Klasse werden die Schüler drei Tage an der Kooperativen Gesamtschule und zwei Tage an der Berufsbildenden Schule unterrichtet. Durch das Projekt ist die Zahl der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, gravierend gesunken. Mittlerweile erhalten 70 % der Absolventen nach Schulabschluss einen Ausbildungsplatz.
„Für Jugendliche ohne Schulabschluss, mit Sprachdefiziten oder aus einem schwierigen sozialen Milieu ist der Eintritt in Ausbildung und Beruf oft eine fast unüberwindliche Schwelle. In Zeiten von Stellenabbau und Einstellungsstopps ist es daher umso wichtiger, dass es Initiativen gibt, die diese Jugendlichen auffangen und ihnen mit passenden Angeboten zur Seite stehen“, begründet Heinrich Deichmann das Anliegen des Förderpreises, besonders gute Projekte auszuzeichnen.
Preisträger in der Übersicht
Kategorie I: Berufliche Förderung durch Unternehmen, Vereine und öffentliche Initiativen
1. Platz (20.000 €)
Projekt JuMBO, Hamburg
2. Platz (10.000 €)
Perspektiva gGmbH, Fulda/Hessen
3. Platz (5.000 €)
Restaurant PfefferMühle, Reichshof/Nordrhein-Westfalen
4. Platz (3.500 €)
CoLab gGmbH, Speyer/Rheinland-Pfalz
5. Platz (2.500 €)
baff e.V., Ludwigshafen/Rheinland-Pfalz
Kategorie II: Schulische Präventivmaßnahme
1. Platz (20.000 €)
Kooperative Gesamtschule und Berufsbildende Schule Neustadt am Rübenberge/Niedersachsen
2. Platz (10.000 €)
Biesalski-Schule, Berlin
3. Platz (5.000 €)
Herderschule, Weimar/Thüringen
4. Platz (3.500 €)
Schule an der Kleestraße
Wuppertal/Nordrhein-Westfalen
5. Platz (2.500 €)
Alexander-von-Humboldt-Schule, Rüsselsheim/Hessen
Sonderpreisträger (2.000 €)
Bäckerei Ruchel, Bremen
















