(openPR) Wegen der weltweiten Rezession wurde Baumwolle billiger. Jetzt steigen Nachfrage und Preise wieder.
Baumwolle ist einer der wichtigsten Grundstoffe der Textilindustrie. Im Zuge der Wirtschaftskrise wurden weniger Textilien produziert und verkauft. Die Bekleidungshersteller in großen Produzentenländern wie China, Indien und der Türkei schraubten ihre Baumwollimporte zurück. Die Preise der Faser an den Spotmärkten und jene der Baumwoll-Futures an den Terminbörsen fielen. Allerdings dürfte die Zeit preiswerter Baumwolle vorbei sein. So prognostiziert die Société Générale, dass mittelfristig eine Stabilisierung einsetzen könnte, wenn sich die Weltwirtschaft erholt. Gleichzeitig wird mit großer Wahrscheinlichkeit das Angebot sinken, da die Ernteerträge in der Saison 2009/2010 zurückgingen, wie das International Cotton Advisory Committee (ICAC) mitge-teilt hat. So ist zum Beispiel in der Türkei, dem siebtgrößten Baumwollproduzenten der Welt, die Anbaufläche um 25 Prozent geschrumpft. Auch die Konkurrenz von lukrativeren Agrarprodukten wie Bioobst und
-gemüse führt zu sinkenden Anbauflächen.Folge: Die Preise für Lieferungen im Dezember 2009 sind auf Basis des entsprechenden Futures (U.S. Cotton No. 2) der Inter Continental Exchange in New York von zirka 0,46 Dollar pro Pound (=0,456 Kilogramm) im März 2009 auf aktuell zirka 0,60 Dollar gestiegen. Die Kontrakte für das Jahr 2010 liegen schon bei zirka 0,63 Dollar (März) und 0,65 Dollar (Mai) pro Pound.
Für Anleger, die auf eine weitere Preissteigerung der weißen Naturfaser setzen, bieten sich Investments in Tracker-Zertifikate auf den Futurepreis an. Mutigere Investoren setzen auf Hebelprodukte. Allerdings können bei Zertifikaten auf Rohstoffe grundsätzlich Rollverluste entstehen. Die Gefahr droht auch bei Baumwolle wegen der aktuellen Contango-Situation, in welcher der aktuelle Future günstiger ist als die folgenden.










